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Endlich wieder ein Heimspiel für die HF Springe

SPRINGE. Genau vier Wochen ist es her, das letzte Heimspiel der Handballfreunde Springe. Zwischenzeitlich mussten die Springer dreimal auswärts ran – zweimal verloren sie. „Es tut ganz gut, dass wir jetzt mal wieder zu Hause spielen“, sagt Kapitän Fabian Hinz vor dem Derby am Sonnabend (18 Uhr) gegen den HSV Hannover.

Vor vier Wochen traten die Springer um Fabian Hinz zum letzten Mal vor heimischem Publikum an. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Erst drei Heimspiele hatten die Springer bislang in dieser Drittliga-Saison – alle drei gewannen sie. Von den sechs Auswärtspartien verloren sie dagegen fünf. „Da fehlen uns leider die Ergebnisse“, sagt Hinz. Man könne aber nicht alle Partien in fremden Hallen über einen Kamm scheren. „Ein paar Spiele waren ganz gut, gegen Burgdorf haben uns zum Beispiel nur Kleinigkeiten gefehlt“, sagt Hinz. „Ein paar Spiele waren aber auch richtig schlecht.“

Die jüngste Niederlage in Groß Bieberau liegt irgendwo dazwischen. „Da war die erste Halbzeit rein spielerisch okay, Knackpunkt war die schlechte Chancenverwertung“, sagt Hinz, „in der zweiten Halbzeit haben wir viele unnötige Fehler gemacht.“ Das ist auch der hohen Belastung geschuldet. Der Springer Kader ist ohnehin klein, zuletzt fehlte auch der erkrankte Maximilian Kolditz. „Wir haben nicht viele Wechseloptionen, deshalb müssen viele durchspielen“, sagt Hinz, „das macht sich auf Dauer bemerkbar.“

Die Trainer Oleg Kuleshov und Slava Gorpishin haben das Training in dieser Woche daher dosiert, zwei freie Tage gewährt. „Das brauchst du auch mal, um den Körper und den Kopf zu regenerieren“, sagt Hinz.

Ähnlich schwach wie jetzt waren die Springer nur in der Saison 2012/13 in eine Drittliga-Saison gestartet. Parallelen will Hinz aber nicht ziehen. „Zwischenmenschlich passte es damals nicht im Team, da gibt es jetzt keine Probleme“, sagt der Linksaußen. Er hatte gehofft, dass die Mannschaft sich in dieser Saison schneller finde, „aber wir machen keine großen Sprünge“.

Mit dem HSV Hannover lieferten die Springer sich zumeist giftige Duelle. Die Bilanz spricht klar für die HF, die sieben der bislang acht Duelle mit den Andertern gewannen. Obwohl sich beide Teams so gut kennen, haben Kuleschov und Gorpishin auch in dieser Woche zur Videoanalyse gebeten. „Es wird ein bisschen anders diesmal“, sagt Hinz, „weil Anderten wegen der vielen Verletzten wohl ohne Linkshänder spielt. Das zeigt aber auch, dass nicht nur wir Probleme mit einem kleinen Kader haben.“

Der HSV hat auf die Verletztenmisere reagiert und Milan Djuric reaktiviert. Der 32-Jährige, der von 2009 bis 2012 in Springe spielte und zuletzt für Großenheidorn in der Oberliga auflief, hatte seine Karriere eigentlich nach der vorigen Saison beendet. Gegen Dresden und zuletzt in Hildesheim half er in Anderten aus. „Gegen uns ist er auch dabei“, sagt Hinz, der mit seinem Ex-Teamkollegen noch gut befreundet ist.

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