weather-image
20°

Emrah Özlü ist der erste Deutsche Pan-Pong-Meister

BENNIGSEN. So viele Pfannen wie bei der 1. Deutschen Meisterschaft im Pan-Pong werden vermutlich noch nie in einer Sporthalle versammelt gewesen sein. Erst auf den zweiten Blick entdeckte der aufmerksame Beobachter in Bennigsen, dass der Schläger im Vergleich zum Tischtennis eine etwas ungewöhnliche Form hat.

Der erste Deutsche Meister im Pan-Pong: Emrah Özlü wählte für den Erfolg die Crepes-Pfanne.. Foto: Scharf

Autor:

Dennis Scharf

Der einer Kuhglocke ähnelnde Lärmpegel verriet aber schnell, dass an den heißen Platten nicht mit Gummi-, sondern Teflonbelag gespielt wird. „Ein guter Pan-Pong-Spieler greift den Klang der Töne auf. Das erfordert ein gewisses Feingefühl, ist aber kein Problem“, sagte Organisator Robin Hrassnigg augenzwinkernd.

Die Wahl des richtigen Belags respektive der besten Beschichtung stellte allerdings auch erfahrene Spieler zu Beginn des Wettbewerbs vor einige Rätsel – Alu, Teflon, Keramik oder doch die gusseiserne Variante? Daniel Martin vom Veranstalter FC Bennigsen etwa startete mit einer riesigen Paella-Pfanne ins Turnier, passte sich aber schnell der an diesem Tag wohl gefragtesten Schüssel an. „Ganz hoch im Kurs standen die Crepes-Pfannen mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern“, berichtete Hrassnigg. Pascal Ludolph vom SV Schwarzer Berg dagegen stellte sich der Herausforderung, mit einem Mini-Exemplar, so groß wie sein Handteller, anzutreten, das bei jedem Ballwechsel ein hohes Maß an Präzision verlangte.

Manch ein Spieler vermochte unabhängig von der Wahl der Pfanne Schnitt in die Zelluloid-Kugel zu bringen. Viele Partien entwickelten sich dennoch zu einem Geduldsspiel mit extrem langen Ballwechseln, während für die weniger Geduldigen schnell das Aus kam. Insgesamt kämpften 75 Teilnehmer um den ersten Titel in einer Sportart auf dem Vormarsch, die sogar aus Kassel, Braunschweig und Diepholz kamen. Die weiteste Anreise hatte ein Teilnehmer aus Baden.

2 Bilder
Insgesamt 75 Teilnehmer sorgten für ordentlich Lärm in der Süllberg-Halle.

Den Titel holte Emrah Özlü von der SpVg Hüpede-Oerie, der im Finale Lokalmatador Stefan Karl in zwei Sätzen in die Knie zwang. Jan Pulka (FC Bennigsen) und René Reitmann (TSV Rethen) hatten in der Vorschlussrunde den Kürzeren gezogen. Die Veranstalter waren am Ende des launigen Tages mit der Premiere hoch zufrieden. „Es ist grandios gelaufen. Es gab viele interessante Ballwechsel und spannende Duelle. Und trotzdem waren alle Teilnehmer mit Spaß bei der Sache“, sagte Hrassnigg.



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt