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Eldagsens Faustballer: Eine Mannschaft mit Zukunft

ELDAGSEN. Vor der Saison war eigentlich nur der Klassenerhalt das Ziel des TSV Eldagsen in der Faustball-Bezirksliga. Doch als die junge TSV-Truppe nach dem ersten Spieltag mit 6:2 Punkten an der Spitze stand, stiegen die Ansprüche.

Das Eldagsener Herrenteam der abgelaufenen Hallensaison, v. l.: Florian Höfer, Marcel Becker, Dominik Wolter, Ole Pegel, Felix Hagemann und Paul Pegel.
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Aber am zweiten – und schon letzten Spieltag – „waren sie vielleicht etwas zu euphorisch“, sagt Trainer Andreas Buntefuß. Diesmal sprang in den vier Partien nur ein Sieg heraus, mit 8:8 Zählern wurden die Eldagsener Tabellendritter hinter dem TC Hameln und dem TVE Algermissen.

Damit könnte der TSV vielleicht sogar aufsteigen, denn es zeichnet sich ab, dass Hameln und Algermissen nicht in die Bezirksoberliga hoch wollen. „In der Bezirksliga ist es aber einfacher, junge Spieler zu integrieren“, sagt Buntefuß. Im Sommer hat er mit dem TSV das Angebot, als Bezirksliga-Dritter nachzurücken, angenommen. „Wenn wir uns da halten, wäre das ein toller Erfolg“, sagt der Trainer und Spartenleiter des TSV.

Dass sein Team sich mittelfristig in der Bezirksoberliga, vielleicht sogar in der Verbandsliga, etabliert, daran zweifelt Buntefuß nicht. „Die Perspektiven sind blendend“, sagt er. Der Stamm der Herrenmannschaft ist Anfang 20, jüngere Spieler rücken nach, sind zum Teil schon integriert. „Ich habe mit Mitte 40 noch in der 2. Liga gespielt“, sagt Buntefuß. Soll heißen: Die besten Jahre der TSV-Mannschaft kommen erst noch.

Es ist allerdings die einzige, die es in Eldagsen noch gibt. Das Bundesliga-Damenteam wurde vor fünf Jahren abgemeldet, die zweite Damen und die Jugend mittlerweile auch. Knapp 20 aktive Faustballerinnen und Faustballer gibt es derzeit beim TSV. Dass davon nur ein Teil am Spielbetrieb teilnimmt, schadet der Motivation nicht, sagt Buntefuß: „Die Gruppe funktioniert.“ Das habe man etwa bei der letzten Weihnachtsfeier gemerkt, „da hat nur einer gefehlt, weil er krank war“.

Die Homogenität der Gruppe ist ihm wichtig. „Darauf achten wir auch, wenn jemand von Außen dazukommt“, sagt Buntefuß und fügt hinzu: „Das kommt allerdings selten vor.“ Faustball ist nicht gerade Trendsportart. Die Zeiten, in denen in Eldagsen Damen und Herren in der Bundesliga spielten und es mehrere Jugendmannschaften gab, werden wohl nicht wiederkommen.

Buntefuß ist dennoch nicht bange: „Der Nachwuchs für die Herrenmannschaft ist auf Jahre gesichert“, sagt er. „Und der Leistungsgedanke steht bei uns nicht im Vordergrund. Ich habe lieber zwanzig Leute beim Training als zehn, die es vielleicht mal in die Bundesliga schaffen.“

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