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Eine Familie mit Pferdeverstand

Nahezu 1200 Pferde, knapp 500 Teilnehmer, mehr als 800 Starts – das Springturnier des Reit- und Fahrvereins wartete mit einer Fülle von Zahlen auf, die die drei ereignisreichen Tage widerspiegeln. Dabei glänzten die Teilnehmer des gastgebenden Vereins mit Siegen und Platzierungen gleichermaßen.

Anna Katharina Brandtner (RFV Springe) ritt sechs Mal in den Springparcours ein und errang zwei Platzierungen. FOTOS: GÖMANN

Autor:

DIETER GÖMANN

„Mit dem Verlauf des Turniers bin ich sehr zufrieden. Vor allem der Sonntag als Abschlusstag war bemerkenswert, denn viele Zuschauer hatten den Weg in das Reiterzentrum an der Harmsmühlenstraße gefunden. Die Teilnehmer zeigten glänzende Leistungen, und auch mit dem vom Verein organisierten Catering stimmte es rundherum“, bilanzierte Stephan Pries, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Springe, stellvertretend für sein gesamtes Helferteam das Sport-Event des vergangenen Wochenendes.

Viele Reiter, Reiterinnen und Junge Reiter waren für den Reit- und Fahrverein in den unterschiedlichen Prüfungen der insgesamt 27 Wettbewerbe an den Start gegangen.

Und eine Springer Familie war am Start, bei der sich bei den Kindern die Reitergene der Eltern deutlich hervortun: Angelika Brandtner und ihr Mann Eckhard Münz sind dafür ein Beweis. Die ehemalige Vereinsvorsitzende bringt sich weiterhin für die Reiterei ein, indem sie sich der Pferdezucht verschrieben hat. Ehemann Eckhard Münz, gebürtig aus der Reiterstadt Verden, hat für das Reitwesen sein Herz entdeckt.

Außerdem sind da noch die Kinder Anna Katharina (23) und Julia (21) Brandtner. Letztere musste am vergangenen Wochenende passen, da die Ausbildung zur Bereiterin im Springen in Hamburg Vorrang hatte. Anna Katharina hat diese Ausbildung in der Dressur bereits absolviert. Sie erwies sich am vergangenen Wochenende als Vielstarterin: sechsmal im Parcours und davon zweimal platziert neben Platz zwei im Mannschaftswettkampf zusammen mit Stiefvater Eckhard Münz und Julia Schröder, vorgestellt von Springtrainer Wolf-Christian Zimmermann.

Eckhard Münz, als Spätstarter vor fünf Jahren in den Reitparcours eingestiegen – „bis dahin war ich ein TT, Turnier-Trottel“ –, glänzte obendrein mit dem zweiten Platz beim „Oldie-Cup“, eine Springprüfung Klasse A*. Bernward Engelke (RFV Harsum u. Umg.) zeichnet für diesen Wettbewerb seit vielen Jahren verantwortlich, wenn es um Sport und gemeinsames Frühstück gleichermaßen im „Reiterstübchen“ geht. Und jedes Jahr sind nahezu dieselben Gesichter vertreten. „Es ist eine ganz tolle Gemeinschaft, die den Oldie-Cup zu etwas Besonderem macht“, betonte Stephan Pries.

Eckhard Münz belegte weiterhin im Standard-Springwettbewerb den sechsten Platz und wurde Dritter in der Springprüfung Klasse A*. Vier Starts – vier Platzierungen. Besser konnte das Turnierwochenende für ihn nicht laufen.

Reitlehrer Clifford Wahl, der als Trainer für Dressur eine Woche zuvor seine ereignisreichen Tage hatte, konnte aber auch jetzt strahlen. Seine „Schülerin“ siegte in der Springprüfung Klasse A*, in der sich mit Silke Beermann als Dritte und Katharina Nagel als Neunte zwei weitere Starterinnen des Reit- und Fahrvereins Springe platzieren konnten.

22 Starter beschlossen mit der Springprüfung Klasse M** am Sonntagabend das dreitägige Turnier. Hier behauptete sich Joachim Winter (RFV Westercelle/Altencelle) vor Dieter Smitz (TG Schaumburg).

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