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Ein Wechsel mit lauter Verlierern

GESTORF/ELDAGSEN. Das Verletzungspech ist in dieser Saison treuer Begleiter des Fußball-Kreisligisten TSV Gestorf. Fünf Stammspieler fallen mit Knieverletzungen langfristig aus. Und jetzt geht auch noch einer der wenigen fitten Akteure.

Leon Fülberg (r.) sucht seine Chance in der Bezirksliga beim FC Eldagsen – sein bisheriger Klub TSV Gestorf verweigert ihm aber die Freigabe. Foto: Niedergesäß
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Leon Fülberg hat sich mit sofortiger Wirkung dem Bezirksliga-Spitzenreiter FC Eldagsen angeschlossen – schon im letzten TSV-Spiel des Jahres am 2. Dezember in Springe ist der 21-Jährige nicht mehr dabei.

Für den FCE dürfte er so bald aber auch nicht zum Einsatz kommen, denn die Gestorfer verweigern Fülberg die Freigabe. „Es gibt in dieser Geschichte nur Verlierer“, sagt TSV-Trainer Peter Baron.

Fülberg beruft sich auf eine wenige Wochen alte Zusage der Gestorfer, ihm keine Steine in den Weg zu legen: „Ich fühle mich verarscht“, sagt er. Baron bestreitet, dass es die Zusage gab: „Wir lassen uns den Schwarzen Peter nicht zuschieben. Leon ist damals ablösefrei im Sommer gekommen und kann ablösefrei im Sommer gehen. Er hat für die Saison zugesagt und die ist ja im Winter nicht vorbei.“

Um eine Ablöse geht es Baron ohnehin nicht. „Wir können es uns gar nicht leisten, Spieler abzugeben“, sagt er. Denn die Lage für Gestorf ist prekär. Nach etwas mehr als der Hälfte der Saison liegen sie schon zehn Punkte hinter dem rettenden Ufer. Mit Tim Müller, Jochen Sterling und Patrick Langner fehlen drei Spieler mit Kreuzbandrissen auf unbestimmte Zeit. Luca Remmer und Chris Hahnenberg, die beide einen Knorpelschaden im Knie haben, werden dieses Jahr wohl auch nicht mehr auf dem Platz stehen. Baron macht aus seiner Enttäuschung über Fülberg keinen Hehl: „So geht man nicht.“

Fülberg selbst sagt: „Ich habe bei dem Wechsel auf mich geguckt. Es ist eine Chance, die ich nutzten möchte.“ Er wolle schon jetzt versuchen, im Bezirksliga-Team Fuß zu fassen. Der Schritt im Sommer direkt in die Landesliga – sollten die Eldagsener den Aufstieg schaffen – wäre vielleicht noch zu groß.

Ein weiterer Grund ist seine Freundschaft zu Jan Flügge und Sebastian Schierl, mit denen er in der Jugend des FC Springe schon zusammenspielte, und die auch den Kontakt zum FCE herstellten. „Wir trauen Leon den Schritt in unsere Mannschaft absolut zu. Er bringt fußballerisch alle Voraussetzungen mit und ist ein Spieler mit außerordentlichem Trainingsfleiß“, sagt FCE-Trainer Holger Gehrmann, der wegen der sechsmonatigen Wechselsperre allerdings erst im Mai auf Fülberg bauen kann.



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