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„Ein schmutziger Sieg“

Kiel. Die Spiele der Handballfreunde Springe in dieser Drittliga-Saison sind einfach nichts für schwache Nerven. Auch beim knappen Erfolg gestern Abend beim THW Kiel II machten es die Springer spannend bis zur buchstäblich letzten Sekunde. Dann bekamen sie noch einen Siebenmeter zugesprochen – Maximilian Kolditz behielt die Nerven und verwandelte zum 26:25-Siegtreffer. Erst 14 Sekunden zuvor hatten die HF das 25:25 kassiert – bis dahin hatten sie seit der zehnten Minute durchgehend in Führung gelegen, zur Halbzeit sogar deutlich mit 14:7.

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Die Punkte nahm Springes Trainer Sven Lakenmacher gerne mit – zufrieden war er nicht: „Wie wir uns in der zweiten Halbzeit präsentiert haben, war einer Mannschaft, die so weit oben steht, nicht würdig“, sagte er. Bis zum Seitenwechsel war alles gut gewesen. Die Gäste schienen sich den Frust vom verlorenen Spitzenspiel am Wochenende zuvor von der Seele schießen zu wollen.

Dann wurde es immer enger. Als Kiel auf 12:16 verkürzt hatte, nahm Lakenmacher eine Auszeit (36.). Zwölf Minuten später waren die Gastgeber beim 19:20 bis auf ein Tor dran. „Alle haben in der zweiten Halbzeit nachgelassen und nicht mehr 100 Prozent gegeben“, ärgerte Lakenmacher sich. Die Kieler dagegen „haben um jeden Ball gekämpft“.

Finn Liedtke belohnte das mit dem Ausgleich Sekunden vor Schluss. Springe spielte zu der Zeit nach einer Zeitstrafe gegen Jannis Fauteck in Unterzahl. Lakenmacher nahm für den letzten Angriff den Torhüter raus und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Marius Kastening brach auf der Halbposition durch, wurde gestoppt – und die Schiedsrichter zeigten auf den Punkt. „Das war eine Fifty-fifty-Entscheidung“, sagte Lakenmacher, „es war ein schmutziger Sieg.“

Der Coach wird im Training wohl Tacheles reden: „Wir müssen schnellstmöglich wieder mehr Kontinuität in unser Spiel kriegen“, mahnte er, „wir wollen uns ja auch Selbstvertrauen holen für den Rest der Saison.“ Vielleicht klappt das ja am kommenden Sonnabend – dann gastiert Schlusslicht Achim/Baden in Springe.

HF Springe: Panzer, Wendland – Kolditz (7/4), Pietak (5), Fauteck (4), Deutsch (3), Ossenkopp (2), Coors (2), Schüttemeyer (2), Karpstein (1), Bosy, Kastening, Gorpishin (n. e.).



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