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„Ein Kind, das gerade Laufen lernt“

Bad Münder. „Ich weiß, dass es eine tolle Woche wird.“ Arash Pooyanmehr spricht aus Erfahrung. Der Iraner war schon im vorigen Jahr bei der Jugend-WM in Bad Münder dabei. Jetzt ist er wieder da. Sportler aus seinem Heimatland sind bei der Weltmeisterschaft der Damen und Herren nicht am Start, wohl aber aus Japan, Thailand, China und Taiwan – als Präsident des asiatischen Verbandes vertritt Pooyanmehr aber auch die.

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Es sind die einzigen Nicht-Europäer im Wettbewerb. Nicht nur deshalb sind sie Exoten im Minigolfsport. „Minigolf in Asien ist noch sehr jung“, sagt Pooyanmehr, „es ist wie ein Kind, dass gerade Laufen lernt.“ Dass das Kind bald auf eigenen Beinen steht, ist das große Ziel, das sich Dr. Gerhard Zimmermann, der bei der Delegiertenversammlung in Bad Münder gerade als Präsident des Weltverbandes WMF bestätigt wurde, auf die Fahne geschrieben hat. Dabei wurden auch Südkorea und die Mongolei als neue WMF-Mitglieder aufgenommen.

„Es ist mein erstes Ziel, Minigolf in Asien bekannt zu machen“, sagt der Bamberger. Und nicht nur dort: Im November reist Zimmermann nach Südafrika, trifft sich dort mit Minigolfern, „vielleicht gründet sich dort ein Landesverband“, sagt er. Und was ist mit den anderen „Minigolf-Entwicklungsländern“, etwa in Südamerika? „Eins nach dem anderen“, so Zimmermann augenzwinkernd.

Die Asiaten spielen – bis auf das japanische Frauenteam – nur in den Einzelwettbewerben mit. Für die Mannschaftswettbewerbe kamen nicht genug Spieler zusammen, auch weil es „ein Problem war, Visa zu bekommen“, sagt Pooyanmehr. Dazu kommt, dass die Reise zur WM für die Sportler auch ein finanzieller Kraftakt ist. Die WMF leistet dabei Entwicklungshilfe. „Wir haben ein Budget, um internationale Beziehungen zu pflegen“, sagt Zimmermann. Speziell für die WM gibt es Unterstützung vom Innenministerium, der Lotto-Sportstiftung sowie dem Landkreis und dem Kreissportbund Hameln-Pyrmont.

Heute beginnen bei der WM in Bad Münder die Teamwettbewerbe. Deutschland ist sowohl bei den Damen als auch bei den Herren der große Favorit. Beim Nations-Cup, der WM-Generalprobe zu Pfingsten, räumten die Deutschen alles ab. „Wir sind jetzt aber auch besser vorbereitet, wir werden den Deutschen einen guten Kampf liefern“, sagt Jan Strandberg, der schwedische Nationaltrainer. Sein Team gewann vor zwei Jahren beim WM-Heimspiel den Herren-Titel. „Wir sind Filzbahnen gewohnt“, sagt er, „aber hier sind die Bahnen kürzer, es wird niedrigere Ergebnisse geben.“

Bei den Damen verteidigen die Deutschen ihren Mannschafts-Titel. Daneben zählen auch Schweden und die Tschechinnen zu den Medaillenanwärtern.jab



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