weather-image
16°

Ein Besuch beim Schnupperkurs im Golfpark am Deister

BAD MÜNDER. Direkt auf das Loch zu zielen, ist auf den letzten Metern beim Golf nicht immer der richtige Weg zum Einlochen. „Ihr müsst früh lernen, das Gelände zu lesen“, sagt Tarik Panitz, Trainer des Golfparks am Deister zu Katharina Walther und Jasmin Lange.

Golflehrer Tarik Panitz (v. r.) gibt Katharina Walther und Jasmin Lange Tipps zum richtigen Schwung. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die beiden haben zusammen mit einigen weiteren Münderanern am kostenlosen Schnupperkurs teilgenommen – und sich direkt auch für den Bronzekurs angemeldet.

Der führt zuerst aufs Putting-Grün. Lange (30) hat schon eigene Schläger mitgebracht, Walther (25) bekommt von Panitz eine Leih-Ausrüstung. Der 32-Jährige ist neu in Bad Münder. Seit elf Jahren ist er selbstständiger Golf-Pro, die letzten drei Jahre war er in Wolfsburg. Mit seiner Pro-A-Lizenz könnte er auch Bundesliga-Mannschaften coachen – die gibt es in Bad Münder nicht, dafür alles „vom dreijährigen Anfänger bis zum guten Hobbyspieler“.

Einer aus der letzten Kategorie mit Handicap 8 übt nebenan gerade hohe Annäherungsschläge. Panitz übt mit Jasmin Lange und Katharina Walther, die beide das Golfspielen lernen wollen, weil ihre Partner es bereits können, das Putten. Die richtige Schlägerhaltung ist freilich wichtig, die Position zum Ball – und der richtige Schwung. Mal rollt der Ball weit am Loch vorbei, mal „verhungert“ er unterwegs. Das Gefühl für die richtige Schlaggeschwindigkeit muss man sich erarbeiten.

Der richtige Schläger will erst einmal gefunden sein – das Equipment können sich Teilnehmer des Bronzekurses beim Golfpark am Deister ausleihen. Foto: Bertram

Und dann ist da ja noch das Gelände – mal gerade, mal abschüssig. „Jeder Mensch hat eine Wasserwaage unter den Füßen“, erklärt Panitz und wiegt sich von einem Fuß auf den anderen. „So kann man erkennen, in welche Richtung der Platz fällt“, sagt er. Bei einem langen Putt zielt er zwei Meter am Loch vorbei – kurz vorher beschreibt er eine Kurve und verfehlt das Ziel nur knapp. Jasmin Lange macht es nach, der Ball macht tatsächlich einen Bogen: „Das Prinzip funktioniert“, sagt sie, „die Justierung fehlt noch.“

Was ihr am Golf gefällt: „Ich finde es toll, dass man sich durch stetiges Üben tatsächlich verbessern kann“, sagt sie. Nicht zu vergessen die Bewegung an der frischen Luft – bei einem 18-Loch-Spiel legt man gut und gerne zehn Kilometer zurück.

So weit sind sie und Katharina Walther noch nicht. Zunächst lernen sie im Bronzekurs im Gruppentraining die Grundlagen und Regeln des Golfs, „da schaut man erstmal, ob es überhaupt Spaß macht“, sagt Panitz. Je nach Talent und Fleiß schließt sich früher oder später der Silber-Kurs an, an dessen Ende die Platzreife-Prüfung steht. Wer die schafft und Mitglied in einem Golfclub ist, „darf auf jedem Golfplatz der Welt spielen“, sagt Panitz, der mit seinen Schülerinnen noch hohe Annäherungsschläge übt. Dabei geht es neben dem richtigen Schwung auch noch um die richtige Schlägerwahl – die Eisen unterscheiden sich in ihrer Länge und dem Neigungswinkel der Schlagfläche. Nicht immer fliegen die Bälle, manchmal auch die Grasnabe. Aber wie in fast jedem Sport gilt besonders beim Golf: Übung macht den Meister.

www.deistergolf.de/golfkurse



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt