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Ein besonderer Sieg für Carolin Miserre

SPRINGE. Das goldene Reitabzeichen „kriegt man nicht so einfach“, sagt Cliff Wahl, der Reitlehrer des RFV Springe. Denn es ist das einzige Leistungsabzeichen in Deutschland, das man nur für Turniererfolge verliehen bekommt. In der Dressur etwa für zehn Siege in S-Prüfungen. Carolin Miserre vom RFV hat es geschafft.

Auf Don Ricaro zum goldenen Reitabzeichen: Carolin Miserre. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Neun S-Siege hatte Miserre vor dem Late-Entry-Turnier auf der heimischen Anlage an der Harmsmühlenstraße schon auf dem Konto.

„Unterbewusst hat mir das ein bisschen Stress gemacht“, sagt sie, „ich war so aufgeregt, auch weil alle um mich rum gesagt haben: Heute machst du das.“ Alle um sie herum hatten auch recht: Auf Don Ricaro gewann Miserre mit 881 Wertungspunkten die S-Dressur, auf Duzfreund sicherte sie sich zudem mit 871 Zählern den zweiten Platz – die drittplatzierte Anna Derlien vom RFV Vörie folgte auf Wettiner mit 852 Punkten. Damit hat Miserre also die Bedingungen für das goldene Reitabzeichen erfüllt – als erste Sportlerin des RFV. Verliehen bekommt sie es erst später, vom Verein gab es aber zusätzlich zur Siegerschleife schon einmal Blumen.

Miserres Erfolg in der S-Dressur war der einzige Sieg des RFV an den beiden Turniertagen. Platzierungen schafften in der A-Dressur immerhin noch Dine Hoffmann und Janine Pries sowie in den A-Springprüfungen Valerie Meyer und Jasmin Buro. „Es waren hauptsächlich Prüfungen für junge Pferde – davon haben wir im Moment nicht so viele“, erklärt Wahl.

Luisa Heuer vom RV Völksen ist mit Emmy go lightly zweimal platziert. Foto: Bertram
  • Luisa Heuer vom RV Völksen ist mit Emmy go lightly zweimal platziert. Foto: Bertram

Auffällig: In den insgesamt acht Springentscheidungen hatten insgesamt sechs Mal Männer die Nase vorn. „Das ist Zufall“, sagte RFV-Sportwartin Constanze Sachse, die auch ohne viele Heimsiege ein positives Fazit zog: „Das Wetter war ja nicht auf unserer Seite. Trotzdem hatten wir gute Starterfelder.“

Erfolgreich waren übrigens die Schwestern Anna-Sophia und Luisa Heuer vom RFV Völksen, die in den Springprüfungen jeweils zweimal mit fehlerfreien Ritten platziert waren.

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