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Ein Abschied, der Fragen aufwirft

Bad Münder. Mark Lorenz ist ein Fußballspieler, wie ihn sich jeder Verein wohl wünscht. Er ist für die TuSpo Bad Münder als Schiedsrichter im Einsatz, trainiert die C-Junioren, hat im vorigen Winter die Hallen-Stadtmeisterschaften aus der Taufe gehoben, macht Pressearbeit für die erste Herrenmannschaft, für die er in der 1. Kreisklasse auch zwischen den Pfosten steht – beziehungsweise stand. Denn beim 4:3-Sieg in Hajen hat Lorenz sein vorerst letztes Spiel bestritten – das hat die TuSpo jetzt via „facebook“ bekanntgegeben.

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Dass ein so engagierter Spieler mitten in der Halbserie den Verein wechseln will, wirft Fragen auf, zumal es sportlich gut läuft – die TuSpo ist derzeit Vierter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Aufstiegsplatz 2. Mit dem Verein oder der Mannschaft habe sein Abschied aber nichts zu tun, betont Lorenz, „ich habe immer gerne bei der TuSpo gespielt. Es ist mir aber zu viel geworden“. Als Schiedsrichter bleibt er der TuSpo erhalten, als Jugendtrainer auch. Aus dem Organisationsteam der Hallen-Stadtmeisterschaft scheidet er aus.

„Er hat viel für Bad Münder getan, klar ist er ein Verlust“, sagt TuSpo-Trainer Hakan Atangüc, der Lorenz in der Sommerpause noch zum Bleiben überreden konnte. „Aber Reisende soll man nicht aufhalten. Torsten Herda ist ein ebenso starker Torwart.“ Herda, der am vorigen Wochenende gegen Tündern III wieder zwischen die Pfosten rückte, ist allerdings auch ein starker Feldspieler – weshalb sich die TuSpo in der Winterpause wohl nach einem weiteren Keeper umsehen wird.

Wohin er wechseln will, verrät Lorenz nicht. Hamelspringe ist wohl eine Option, dort spielt sein Schwager Markus Thiede. Er hat aber auch schon bei Kreisligist SG Eimbeckhausen/Nettelrede mittrainiert – SG-Coach Michael Wehmann hätte ihn gerne als Ersatz für Alen Coric, der demnächst an der Nase operiert werden muss und danach mindestens zwei Jahre lang nicht Fußball spielen darf. Lorenz könnte sofort wechseln, die TuSpo hat ihm die Freigabe zugesagt.jab

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