weather-image

Ehemaliger FCE-Fußballer erfolgreich als Bodybuilder

270_0900_15308_spo_andre_keller_3.jpg
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Bei den Deutschen Meisterschaften der „German Natural Bodybuilding Federation“ (GNBF) in Siegen belegte Keller den fünften Platz im Leicht-Schwergewicht.

Die Gewichtsklasse heißt tatsächlich so. Sie liegt zwischen Mittel- und Schwergewicht. In ihr treten Sportler an, die zwischen 80 und 85 Kilogramm wiegen. Bei Keller waren es vor einem halben Jahr noch 100 Kilogramm. Davor hatte er zur Vorbereitung auf den Wettkampf ein halbes Jahr lang Muskeln aufgebaut – dann begann die Diät.

 

Ein halbes Jahr Diät zerrt an Kräften und Nerven

„Die habe ich so geplant, dass ich bei einem Körperfettanteil unter fünf Prozent lande, damit die Muskeln richtig raustreten“, sagt Keller. Darauf kommt es beim Bodybuilding an: Nicht die reine Kraft ist entscheidend, sondern dass die Muskeln so definiert sind, dass die Details und die Abgrenzungen zwischen den einzelnen Muskelgruppen sichtbar werden.

Proteine, Kohlehydrate und Fette habe er während der Diät ganz genau eingeteilt, „am Ende waren es nur noch ganz wenige Kohlehydrate“, so Keller. Im wahrsten Sinne des Wortes kein Zuckerschlecken. Die Diät habe nicht nur an den Kräften, sondern auch an den Nerven gezerrt, gibt er zu: „Ich bin froh, dass meine Freundin und meine Familie das mit mir durchgestanden haben“, sagt Keller, der wenige Tage vor der DM 26 Jahre alt wurde – die Feier fiel natürlich aus..

Einige Tage vor dem Wettkampf begann er zudem, den Körper zu entwässern, um die Muskeln noch besser hervortreten zu lassen. „Vor dem Auftritt ist man dann ziemlich schwach“, sagt er. Um acht Uhr am Wettkampftag kam er in Siegen an – erst um 16 Uhr durfte er auf die Bühne. Direkt vorher wurden die Muskeln nochmal „aufgepumpt“ – und es gab Süßigkeiten. Ein Trick, so Keller: „Der Zucker schießt direkt in die Muskulatur.“

Belohnung im Schnellimbiss

Sein Ziel bei seiner ersten DM war es, das Finale der ersten Zwölf zu erreichen. Das schaffte er locker. Nur begann erneut das lange Warten. Erst um 23 Uhr ging es in seiner Gewichtsklasse weiter. Aber das Warten lohnte sich. Keller schaffte es direkt ins Finale der besten Fünf – danach belohnte er sich erstmal: „Ich bin direkt zu Burgerking und habe alles gegessen, was geht“, erzählt er lachend.

War sein erster Wettkampf auch sein Letzter? Eher nicht: „Ich bin angefixt, weil es so gut lief“, sagt Keller. Es sei ein halbes Jahr harte Arbeit gewesen, „aber es hat auch viel Spaß gemacht. Ich denke, dass ich weiter aufbaue, damit ich beim nächsten Mal besser bin. Vielleicht 2018.“

Der Motor im Drachenboot

Von seinen Muskeln profitieren übrigens auch andere. Das mündersche Drachenboot-Team „Genesis“ etwa. Da fährt Keller mit – und sitzt ganz vorne im Boot, „sozusagen als Motor“, sagt er. Die Rückmeldungen, auch von den alten Fußball-Kumpels aus Eldagsen, seien durchweg positiv: „Manchmal kommen schon Tim-Wiese-Sprüche“, sagt Keller, der inzwischen in Hannover wohnt, „aber die sind schon ganz lustig.“



Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt