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Dressurreiterin Carolin Miserre überzeugt in Schweden

SPRINGE. Sie reitet von Erfolg zu Erfolg – jetzt hat Carolin Miserre zum ersten Mal auch international auf sich aufmerksam gemacht.

Carolin Miserre
jan

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Bei der „Students Competition“ des „Equestrian Educational Network“ im schwedischen Strömsholm belegte die Dressurreiterin des RFV Springe den zweiten Platz. Der Wettbewerb gilt als inoffizielle Europameisterschaft der angehenden Pferdewirte.

Miserre absolviert ihre Ausbildung derzeit in Bettenrode bei Göttingen. Im vorigen Jahr hatte sie den Bundeswettbewerb gewonnen. Ihr Chef Philipp Hess schickte sie nach Schweden. „Ich wollte gar nicht unbedingt, weil ich wusste: Wenn ich gut reite, muss ich auch Unterricht geben. Auf Englisch – davor hatte ich Bammel“, sagt Miserre – die Angst war unbegründet.

Insgesamt neun Nationen schickten je zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Strömsholm. Sie wurden zunächst in Dreierteams eingeteilt, jede Mannschaft bekam zwei Trainer zur Seite gestellt – international bunt gemischt. „Ich war mit einer Engländerin und einer Schwedin in einem Team, unsere Trainer waren ein Franzose und eine Holländerin“, berichtet Miserre, „es ging ja vor allem darum, sich zu vernetzen, weniger um den Wettbewerb.“

Der bestand zunächst aus einer Dressur- und einer Springprüfung – beides auf fremden Pferden. Der oder die beste jedes Dreierteams erreichte die zweite Runde, in der erneut zwei Reitprüfungen sowie eine Dressurunterrichts-Erteilung anstanden. Miserre überstand auch die zweite Runde und zog ins Halbfinale ein, in der sie Unterricht im Springreiten geben musste. Auch hier gehörte sie zu den Besten und stand im Finale gegen einen Franzosen. Hier zeigte sie die bessere Dressurprüfung, im Springen war der Vorsprung des Gegners aber zu groß: „Das ist ein Vielseitigkeitsreiter gewesen, der war in beiden Disziplinen richtig gut“, sagt Dressur-Spezialistin Miserre.

Die 24-Jährige schließt im kommenden Monat ihre Ausbildung ab. Dann ist sie endgültig Berufsreiterin. Einige Jobs und Pferde zum Bereiten habe sie bereits angeboten bekommen, sagt Miserre – dann werden die nächsten Erfolge wohl nicht lange auf sich warten lassen.



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