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Hameln-Pyrmont: Hamelspringe und Nettelrede kann es noch erwischen / Keine Schützenhilfe vom VfB

Dramatik pur im Abstiegskampf der Kreisliga

Fußball (jab/nie). Am letzten Spieltag in der Kreisliga Hameln-Pyrmont (Sonntag, 15 Uhr) geht es für den TSV Hamelspringe und den TSV Nettelrede ums pure Überleben in der siebten Liga. Hamelspringe muss in Salzhemmendorf unbedingt punkten, um drin zu bleiben. Nettelrede könnte sich in Eimbeckhausen eine Niederlage leisten – wenn die Konkurrenz ebenfalls nicht gewinnt (siehe „Was wäre, wenn...“).

Wen erwischt‘s? Nettelrede mit Aron Köhler (l.) und Igor R

Hamelspringes Trainer Martin Gröppert geht nicht sonderlich optimistisch ins Saisonfinale. Zu schwach präsentierte sich seine Mannschaft zuletzt, zu viele Fragezeichen stehen Woche für Woche hinter dem Kader. „Eigentlich haben wir keine Chance mehr, die Klasse zu halten – vielleicht ist gerade das unsere Chance.“

TSV ohne Chance – ist das die Chance?

Soll heißen: Die Mannschaft hat keinen Druck, weil niemand mehr mit ihr rechnet. Auch Gröppert übt keinen Druck aus: „Es ist das letzte Saisonspiel. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir die nötige Ruhe behalten, können wir gewinnen. Alles andere können wir eh nicht beeinflussen.“

Nettelrede reicht schon ein Punkt, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. „Wir werden von Anfang an versuchen, vorne Akzente zu setzen“, sagt TSV-Trainer Oliver Unger. Von einer Mauertaktik hält er nichts, „denn Michael Wehmann ist immer für ein Tor gut. Wir werden aber versuchen, ihn aus dem Spiel zu nehmen und defensiv gut zu stehen.“

Maslum Mussa wechselt von Hamelspringe zum VfB Eimbeckhausen

Im Hinspiel ging die Nettelreder Taktik auf, der TSV gewann 2:0. Eine Niederlage, die VfB-Spielertrainer Wehmann immer noch ärgert. „Da haben wir unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert“, sagt er, „uns fehlte die Einstellung, Nettelrede hatte sie.“ Das soll nicht wieder passieren. „Nettelrede wird 150 Prozent geben. Geben wir nur 90, wird es nicht reichen“, so Wehmann, der von seinem Ziel, kein Spiel mehr zu verlieren, nicht abrückt.

Schützenhilfe will er in keinem Fall leisten – auch nicht, wenn sich der VfB mit einem Sieg möglicherweise um ein Derby in der kommenden Saison bringt. Das gebiete allein die Fairness gegenüber den anderen Abstiegskandidaten. Und: „In der umgekehrten Situation würde Nettelrede uns wohl auch nichts schenken“, so Wehmann, der auf André Maedchen (Rotsperre) und Dirk Hollmann (Bänderriss) verzichten muss.

Unterdessen steht der vierte Zugang beim VfB nach Kim Joachim (Eldagsen), Steffen Schuster und Sven-Erik Nold (beide FC Springe) fest: Vom TSV Hamelspringe wechselt Maslum Mussa und soll der ohnehin schon starken Abwehr zu mehr Stabilität verhelfen. „Ich zähle ihn zu den besseren Defensivspielern in der Liga“, sagt sein künftiger Trainer Wehmann.

Was wäre, wenn...

So spannend war es selten im Abstiegskampf. Mit der SG Flegessen steht erst ein Absteiger aus der Kreisliga Hameln-Pyrmont fest. Mindestens einer wird noch gesucht. Ein Dritter käme dazu, sollte der Hameln-Pyrmonter Vertreter (Lachem oder Afferde, je nachdem, ob Tündern II aufsteigen darf, oder nicht) die Relegation zur Bezirksliga nicht überstehen. Vier Teams kann es noch erwischen, davon spielen Fischbeck und Rohden am letzten Spieltag gegeneinander. Es darf gerechnet werden:

TSV Hamelspringe (15. Platz/27 Punkte/-30 Tore): Verliert der TSV am Sonntag in Salzhemmendorf, ist der Abstieg besiegelt. Ein Punkt reicht für den drittletzten Platz, aber nur, wenn Fischbeck verliert. Gerettet sind die Hamelspringer, wenn sie gewinnen und Nettelrede in Eimbeckhausen verliert – der Ausgang der Partie in Fischbeck ist dann egal.

TSC Fischbeck (14./ 27/-22): Gewinnt der TSC, ist er mindestens Drittletzter, verliert gleichzeitig Nettelrede, bleibt Fischbeck sicher drin. Ein Remis reicht für den drittletzten Platz, wenn Hamelspringe nicht gewinnt, sonst ist der Abstieg besiegelt.

TSV Nettelrede (13./ 30/-39): Ein Punkt in Eimbeckhausen, und Nettelrede ist gerettet. Wegen der schlechten Tordifferenz steigt der TSV direkt ab, wenn er verliert und Hamelspringe und Fischbeck gewinnen. Hoffen kann Nettelrede bei einer Niederlage, wenn eines der Teams dahinter nicht gewinnt.

TuS Rohden-Segelhorst (12./30/-30): Wie bei Nettelrede reicht ein Punkt, um sicher drin zu bleiben. Verliert Rohden und Hamelspringe und Nettelrede gewinnen, bedeutet das den Direktabstieg. Der TuS kann sich sogar eine Niederlage erlauben, wenn Nettelrede verliert und Hamelspringe nicht gewinnt.



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