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„Dieses Jahr haben wir ein Spielsystem“

Eldagsen. An das letzte Bundesliga-Spiel kann sich Milan Brandt kaum noch erinnern. „Irgendwann Anfang Juni“, sagt der Kapitän und Torjäger von Rollhockey-Bundesligist SC Bison Calenberg. Danach spielte er noch mit Zweitspielrecht für Eindhoven in der Regionalliga und mit den Bisons einige Turniere gegen unterklassige Teams. Jetzt wird es wieder ernst für Brandt und Co: Am Sonnabend startet die Saison – und zum Auftakt kommt gleich Vizemeister ERG Iserlohn nach Eldagsen.

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Das Gesicht der Bison-Mannschaft hat sich fast nicht verändert. Kevin van den Klooster ist nicht mehr dabei, dafür stößt Rico van den Dungen dazu. Neben den Torhütern Joey van den Dungen und Toni Fragapane bilden Milan und Dominik Brandt, Leif und Reik Johansson sowie Mateus Luther das Gerüst. „Dahinter haben wir einen kleinen Knick“, sagt Vereins-Chef Klaus Johansson, der noch bis Anfang Dezember den erkrankten Trainer Tony van den Dungen an der Bande vertritt. Das ist kein schlechtes Omen: Mit Johansson haben die Bisons in der vorigen Saison – abgesehen von den Playoffs – kein Spiel verloren. Das Training leitet Routinier Dominik Brandt.

Siebter wurden die Bisons in ihrer Premierensaison im Oberhaus – einen Platz besser darf es jetzt schon sein. Als Sechster winkt sogar ein Platz im internationalen Wettbewerb. „Wenn es nicht klappt, ist es aber auch kein Beinbruch“, sagt Johansson. Die Vorbereitung war nicht ideal. Gemeinsames Training ist kaum möglich, denn bis auf Milan Brandt und die Johansson-Brüder lebt keiner der Spieler in Eldagsen. Gegen starke Gegner haben die Bisons nicht getestet. „Dafür haben wir in diesem Jahr ein Spielsystem“, so Johansson, „im vorigen Jahr haben wir alles nach vorne geworfen nach dem Motto: Hinten hilft der liebe Gott.“ Andererseits sei die Mannschaft in dieser Saison leichter auszurechnen. „Aber ich glaube nicht, dass wir in Abstiegsgefahr geraten“, so Johansson. Das denkt auch Brandt: „Wir haben im letzten Jahr alle dazugelernt.“jab

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