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Turnierleiter Ralf Käß zieht überwiegend positives Fazit des NDZ-Cups / Halvestorf in der Kritik

„Die Vollbande hat das Turnier aufgewertet“

Fußball. Für eine volle Halle sorgte am Wochenende der 16. NDZ-Cup des FC Springe. Den Titel sicherte sich zum zweiten Mal in Folge der Springer Stadtrivale FC Eldagsen. Der FCS-Spielausschussobmann und Turnierleiter Ralf Käß zieht im Gespräch mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram dennoch ein positives Fazit.

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Sie waren zum zweiten Mal verantwortlich für den NDZ-Cup – sind Sie zufrieden?

Im Gesamtpaket schon. Die Zuschauerzahlen waren in Ordnung (an zwei Tagen kamen 600 zahlende Gäste; d. Red.), der Verkauf hat auch gepasst. Und es waren faire Spiele, bis auf ein paar Ausnahmen – die hat man aber immer. Über zwei, drei Dinge werden wir aber nachdenken müssen.

Über welche Dinge?

Zum Beispiel, ob wir Halvestorf nochmal einladen.

Weil Halvestorf zur Endrunde eine chancenlose B-Mannschaft geschickt hat, weil gleichzeitig in Afferde ein Turnier anstand?

Genau. Den Reinfall hatten wir jetzt zweimal hintereinander. Ob wir das nochmal haben müssen, weiß ich nicht.

Worüber denken Sie noch nach?

Wir haben mal gesagt, dass wir keine Mannschaften einladen, die tiefer als in der 1. Kreisklasse spielen, damit das Leistungsgefälle nicht zu groß wird. Dass das richtig ist, hat man am SC Völksen gesehen, der absolut chancenlos war.

Die Völksener sind Schlusslicht der 2. Kreisklasse, warum waren sie dabei?

Sie waren bis auf ein Jahr immer dabei. Ich habe im August schon eingeladen, da dachte ich noch, nach dem Abstieg spielen sie in der 2. Kreisklasse oben mit.

Aber wo sollen die Teilnehmer herkommen? Es gibt gefühlt immer mehr Turniere, aber immer weniger Mannschaften, die mitspielen wollen.

Stimmt, es ballt sich an den ersten beiden Januar-Wochenenden, weil es im Februar draußen schon weitergeht. Gleichzeitig mit uns waren auch in Koldingen und Alfeld Turniere, da hat man nicht viele Optionen. Vielleicht müssen wir größer denken.

Also mehr Preisgeld ausloben?

Räumlich größer, zum Beispiel indem man Teams aus dem Schaumburger Raum einlädt.

Zuschauer bringen doch aber vor allem die Teams aus der näheren Umgebung mit – die aber alle unterklassig spielen.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass man freitags ein Qualifikationsturnier spielt. Mit vier Mannschaften – und der Sieger ist dann am Sonnabend dabei.

Welche Möglichkeit gäbe es, an höherklassige Teams zu kommen?

Das ist schwer, zum Teil reagieren sie gar nicht auf Einladungen. Wir hatten VfV Hildesheim eingeladen, die waren immerhin so fair abzusagen, weil sie bei einem anderen Turnier spielten, statt eine B-Mannschaft zu schicken.

Zurück zum vorigen Wochenende: Erstmals gab es beim NDZ-Cup die Vollbande.

Die hat voll eingeschlagen und das Turnier aufgewertet. Man sieht es ja an den vielen Toren.

Dabei wurde sie als Hilfsmittel von den wenigsten Mannschaften genutzt.

Stimmt, das wurde wenig gemacht. Man muss eigentlich erstmal dran trainieren.

Ein Satz zu Hallensprecher Miguel Lopez bitte.

Er ist unbezahlbar mit seinem südamerikanischen Temperament. Er hat mir am Sonntag schon zugesagt, dass er nächstes Jahr wieder dabei ist.

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