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SC-Trainer Stephan Cherek über Erreichtes, Vorhaben und Ziele des münderschen Volleyball-Teams

„Die Verbandsliga haben wir fest im Visier“

Volleyball (gö). Eine glänzende Vorrunde legten die Damen des Sportclubs Bad Münder in der Volleyball-Landesliga hin. Acht Spiele – acht Siege bedeuten den ersten Tabellenplatz nach der Vorrunde. Im Gespräch mit NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann äußert sich Trainer Stephan Cherek zu Beginn der Rückrunde zu Erreichtem, Vorhaben und Zielen seines Teams.

Ein Time-out nutzt hier Trainer Stephan Cherek, um das Volleyballteam des SC Bad Münder – hier mit Anja Moddelmog, Myriam

Herr Cherek, Sie führen mit Ihrem Team bei Halbzeit verlustpunktfrei die Tabelle der Landesliga an. Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Die Mannschaft ist im Vergleich zum Vorjahr konditionell und vor allem auch mental sehr stark geworden. Einen verlorenen Satz haken die Spielerinnen ab, motivieren sich wieder neu und starten den nächsten bei Null. Daran haben wir im Training besonders gearbeitet.

Wo sehen Sie die Stärken Ihres Teams?

An erster Stelle in einem prächtigen Zusammenhalt, der sich auch auf der privaten Schiene aller Spielerinnen widerspiegelt. Bezogen auf das Spiel sind wir in den Annahmen sehr stark geworden. Dadurch kommt die Mannschaft gut ins Spiel, und ich kann alle Angreiferinnen variabel einsetzen.

Und die Schwächen?

Es gibt noch welche, an denen wir arbeiten, die ich aber an dieser Stelle nicht nennen möchte. Schließlich lesen unsere Gegner auch Zeitung.

Was war positiv am bisherigen Saisonverlauf?

Natürlich der momentane erste Tabellenplatz. Saisonziel war es, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Dass wir so weit oben dastehen, war nicht im Plan. Es ist eine sehr, sehr starke Liga. Durch die neue Staffelzusammensetzung gegenüber dem Vorjahr – regionale Gesichtspunkte spielen bei den verschiedenen Landesligen eine Rolle – trafen wir auf viele unbekannte Mannschaften

Gibt es trotz 18:0 Punkten etwas Negatives?

Sechs von neun Begegnungen haben wir erst nach fünf Sätzen gewonnen. Das lag mitunter nicht an der Stärke unserer Gegner, sondern vielmehr hatte ich manche Dinge in der Aufstellung und Spielweise ausprobiert, die dann doch nicht so klappten, wie ich mir das vorgestellt habe. Derartige Tests werde ich minimieren.

Ihre Spielerinnen haben für ein Landesliga-Team mit 31 Jahren ein hohes Durchschnittsalter im Vergleich zur Staffelkonkurrenz. Ist das ein Vorteil?

Definitiv von Vorteil ist, dass meine Spielerinnen nicht so wankelmütig sind. Sie können sich voll auf den Sport konzentrieren und halten zur Stange im Gegensatz zu den 18-Jährigen. Aber auch die Erfahrung – Volleyball hat damit sehr viel zu tun – ist nicht zu unterschätzen. Da haben meine Spielerinnen einen Vorsprung von rund zehn Jahren. Und es gibt keine so hohe Fluktuation bei den Spielerinnen. Alle spielen schon sehr lange zusammen.

Und wo liegen die Nachteile?

Wenn Spielerinnen eine Babypause einlegen müssen. Dann muss ich auf diese Frauen ein Jahr verzichten und wieder bei Null anfangen. 18-Jährige sind im allgemein leistungsfähiger und lernen schneller als ältere Spielerinnen. Das liegt in der Natur der Sache.

Welches Saisonziel haben Sie sich mit Ihrer Mannschaft gesetzt?

Die Verbandsliga haben wir fest im Visier. Meine Spielerinnen wollen unbedingt die Meisterschaft und den Aufstieg und dann in der Verbandsliga spielen.

Mit 26 Jahren sind Sie ein recht junger Trainer. Wie kamen Sie zum Volleyball und zu dem Job bei den SC-Damen?

Ich habe unter den Fittichen meiner Mutter im Heimatort Großenmeer bei Oldenburg mit dem Sport in einer Hobbygruppe angefangen und spielte mich bis in die Verbandsliga hinauf. Durch meine Ausbildung in Bad Münder zum Sport- und Fitnesskaufmann schaute ich beim Sportclub Bad Münder herein. Ich wollte nach vierjähriger Pause aus Gesundheitsgründen in der SC-Hobbygruppe spielen, traf aber am Übungsabend lediglich auf die Damenmannschaft. Bis zum Trainerjob war es dann nur ein kurzer Weg, da das Team ohne Trainer dastand.

Am kommenden Sonnabend starten Sie mit Ihrem Team mit zwei Begegnungen in die Rückrunde und dies unter dem Blickwinkel, nahezu einen Monat Pause gehabt zu haben.

Das ist insgesamt gesehen ein schwieriges Unterfangen. Wie schon im Vorjahr werden wir gerade einmal eine Trainingseinheit absolviert haben. Und die liegt nur 18 Stunden vor dem Rückrundenstart. Das ist keine optimale Vorbereitung auf die Punktspiele. Leider ist während der Weihnachtsferien die Sporthalle der Abraham-Lincoln-Realschule vom Landkreis gesperrt. Dieses Schicksal ereilte uns auch schon im vergangenen Jahr.

Zum Rückrundenstart erwarten Sie am Sonnabend in eigener Halle die Teams des TSV Stelingen und TSV Giesen II. Wie sehen Sie Ihre Chancen, die Erfolgsserie fortführen zu können?

Beide Begegnungen haben wir in der Vorrunde knapp mit 3:2 gewonnen. Wenn es dieselben Ergebnisse wieder werden, bin ich zufrieden. Wir haben sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Dennoch wollen wir mit dieser Führung nicht leichtsinnig umgehen, sondern jedes Spiel mit großer Konzentration bestreiten.



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