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Bakedes Trainer Frank Herfeld über zwei komplett unterschiedliche Hälften der Herbstserie

„Die Kameradschaft ist außergewöhnlich“

Fußball (jab). Mit dem Last-Minute-Sieg gegen den TB Hilligsfeld hat Aufsteiger Friesen Bakede eine bemerkenswerte Herbstserie in der Leistungsklasse Hameln-Pyrmont beendet. Die Friesen gehen als Sechster mit 19 Punkten in die Winterpause und liegen damit deutlich vor der etablierten münderschen Konkurrenz. Dabei hatten die Bakeder aus den ersten sieben Punktspielen gerade mal einen Punkt geholt. Über die kuriose Halbserie sprach NDZ-Sportredakteur Jan-Erik Bertram mit Friesen-Coach Frank Herfeld.

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Wie erklären Sie sich die Pleitenserie zum Saisonstart?

Die war abzusehen. Die Mannschaft ist zweimal in drei Jahren aufgestiegen, da muss man in der neuen Klasse erstmal ankommen. Nach den ersten Partien kamen Spieler zu mir und sagten: „Trainer, was soll ich denn machen, der hat mich gehalten, als ich hochspringen wollte?“ Das sind Lernprozesse, die sie durchmachen müssen. Eine Spielklasse kann schon einen großen Unterschied machen.

War die Moral nach den vielen Niederlagen nicht im Keller?

Nach dem 1:7 in Hessisch Oldendorf musste ich sie schon aufrichten. Ich habe ihnen gesagt, dass man gegen so eine zusammengekaufte Mannschaft verlieren kann. Wir waren ja sogar in Führung gegangen. Aber die Truppe ist gut gefestigt, bis auf zwei, drei Spieler sind sie ja schon lange zusammen. Die Kameradschaft ist außergewöhnlich. Und die Mannschaft gibt auch nicht auf, wenn sie zurückliegt...

...was sich beim 2:1 am Sonntag gegen Hilligsfeld ausgezahlt hat. Die beiden Treffer fielen in der 80. und 90. Minute.

Da ist natürlich Glück dabei, wenn man quasi mit dem Abpfiff den Siegtreffer erzielt, das muss ich zugeben. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet.

Nach der Negativserie zum Auftakt haben Sie von den letzten acht Spielen sechs gewonnen, das erste mit 3:1 gegen Königsförde. Hat Sie das überrascht?

Man nimmt ja immer das Positive mit und steigert sich von einem Sieg zum nächsten. Königsförde war die Initialzündung, da haben sie gemerkt, dass die harte Arbeit im Training belohnt wird.

Gibt es einen Spieler, dessen Leistung Sie bisher besonders überrascht hat?

Jan Brandt hat einen Riesensatz gemacht. Der kam erst aus der Jugend und musste sich erst einfinden, aber mittlerweile ist es eine Augenweide ihm zuzusehen.

Was ist noch drin in dieser Saison?

Lassen wir uns mal überraschen. Ursprüngliches Ziel war der Klassenerhalt, der ist ja schon lange gesichert. Über einen einstelligen Tabellenplatz würde ich mich freuen.



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