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Die HF Springe können es auswärts noch

SPRINGE. Nach drei Pleiten in den ersten drei Auswärtsspielen der Saison haben die Handballfreunde Springe ihren ersten Sieg in der Fremde eingefahren. Die HF gewannen beim TV Gelnhausen souverän mit 36:30 (16:14). Zwischenzeitlich machten sich die Gäste mit insgesamt acht Zeitstrafen jedoch das Leben unnötig schwer.

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Autor:

Jonas Jordan

Von Beginn an übernahm Springe die Kontrolle und lag gegen die bis dahin zu Hause ungeschlagenen Gelnhäuser in der zweiten Minute mit 2:0 in Führung. Der TVG fand vor allem gegen den Springer Kreisläufer Sebastian Preiß kein probates Mittel. Selbst in Überzahl unterliefen den Gastgebern zu viele taktische Fehler. Zudem bekam der zuletzt so überragende Torwart Julian Lahme an diesem Tag einfach keine Hand an den Ball und kassierte Tor um Tor.

In der 15. Minute lag Springe mit vier Toren in Führung (10:6). Doch nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe für die HF kam Gelnhausen auf 9:10 heran. Geringer wurde der Vorsprung vor der Pause jedoch nicht.

Die Springer waren gut auf die offensive 6:0-Deckung der Gelnhäuser eingestellt, rissen immer wieder Lücken und kamen häufig frei über den Kreis oder – hört, hört – die Außen zum Abschluss. Auf der Gegenseite stand die HF-Abwehr sicher. Bemerkenswert: Im gesamten ersten Spielabschnitt wurde kein einziger Siebenmeter gepfiffen.

Nach der Pause gestaltete die Gelnhausen das Spiel deutlich offener. In der 34. Minute kam es knüppeldick für die Gäste: Tim Coors erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe, Sergej Gorpishin nach seiner dritten Zeitstrafe sogar die rote Karte. Zudem kassierte Trainer Oleg Kuleshov von den hart aber konsequent pfeifenden Schiedsrichtern eine Verwarnung. Fabian Eurich glich für Gelnhausen per Siebenmeter zum 17:17 aus.

Nun war Feuer in der Partie. Bis zur 47. Minute blieb die Begegnung ausgeglichen. Allerdings gelang es den Gelnhäusern nie, in Führung zu gehen. Als Knackpunkt erwies sich schließlich eine Zeitstrafe gegen Eryk Kaluzinski wegen eines Wechselfehlers in der 47. Minute. Springe machte in der Überzahl zwei Tore, Coors legte noch das 29:24 nach (50.) – das war die Vorentscheidung.

Kuleshov sprach seiner Mannschaft ein „großes Kompliment“ aus: „Wir haben alles gemacht, was wir uns im Training vorgenommen haben. Trotzdem haben wir uns lange Zeit das Leben schwer gemacht und in einigen Situationen Glück gehabt.“ Kapitän Fabian Hinz sagte: „Wir haben zum ersten Mal auswärts über 55 Minuten hochkonzentriert gespielt. Dass Gelnhausen so lange dran geblieben ist, lag daran, dass wir so viel in Unterzahl gespielt haben. Das macht Gelnhausen sehr gut.“



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