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Die Handballfreunde sind immer noch in der Findungsphase

SPRINGE. Erlangen, Minden, Bad Schwartau, Nordhorn – es waren klanghafte Namen, gegen die die Handballfreunde Springe in der vorigen Saison in der 2. Liga angetreten sind. Auf diese Bühne wollten sie direkt zurück, doch der Saisonstart in der 3. Liga Ost verlief stockend.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Am Sonntag (17 Uhr) treten die Springer, derzeit Neunter, bei der MSG Groß Bieberau/Modau an – alles andere als ein großer Name. Doch die Falken, wie die Gastgeber sich selber nennen, liegen in der Tabelle vier Punkte vor den Springern auf Rang fünf.

Der Respekt vor den Handballfreunden, die als Zweitliga-Absteiger bislang immer die Favoritenrolle zugeschoben bekamen, beginnt zur bröckeln. „Springe hat eine gute Mannschaft, aber die haben wir auch. Wir wollen Anschluss an die Spitze halten und unbedingt gewinnen“, sagte etwa MSG-Trainer Ralf Ludwig dem „Darmstädter Echo“.

Auch HF-Kreisläufer Sebastian Preiß weiß: „Wir fahren nicht als Favorit da hin.“ Er sieht aber keinen Grund, nach acht Spielen schon alles infrage zu stellen: „Die Saison ist ja noch lange nicht vorbei“, sagt Preiß. Man dürfe nicht vergessen: „Wir hatten schon schwere Auswärtsspiele, fast alle gegen Gegner, die in der Tabelle vor uns stehen.“

Besonders die Niederlage zuletzt bei Burgdorf II sei „extrem bitter“ gewesen, so Preiß. Der letzte Springer Angriff beim Stand von 23:23 wurde wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls von Tim Otto zurückgepfiffen. „Den letzten Wurf der Burgdorfer habe ich sogar noch geblockt. Der Ball kam aber leider zum Gegner“, so Preiß. So kamen die Burgdorfer noch zum Sieg.

„Die Mannschaft findet sich aber immer mehr“, sagt Preiß, „am Anfang der Saison haben wir uns noch wesentlich schwerer getan.“ Die Abläufe mit dem neuen Mittelmann Amer Zildzic müssten sich aber immer noch besser einspielen. Im Angriff, das größte Sorgenkind derzeit bei den HF, fehlt die Durchschlagskraft von Maximilian Schüttemeyer, der nach seiner Knie-OP erst im neuen Jahr wieder spielen wird.

Auch Maximilian Kolditz wird wohl fehlen. Der Linksaußen konnte die ganze Woche wegen eine fiebrigen Erkältung nicht trainieren. „Es bringt ja nichts, wenn er nur halb gesund ist. Nachher steckt er im Bus noch die anderen an“, sagt Slava Gorpishin. Der Co-Trainer weiß vom Videostudium, was im dritten Auswärtsspiel in Folge auf sein Team zukommt: „Bieberau lebt von der Abwehr und spielt eine gute zweite Welle. Wir müssen im Angriff diszipliniert spielen und schnell nach hinten arbeiten“, sagt er.

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