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Die haben einen an der Pfanne beim FC Bennigsen

BENNIGSEN. Wie schafft man es, eine Deutsche Meisterschaft aufs Dorf zu holen? Ganz einfach: Man erfindet einfach eine Sportart und richtet die Titelkämpfe selbst aus. So macht es der FC Bennigsen: Am Sonnabend bittet der Verein in der Süllberghalle zur ersten Deutschen Pan-Pong-Meisterschaft.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Das Konzept erinnert an die Wok-WM, die Stefan Raab einst erfunden hat. Nur ersetzt das Bratgefäß hier nicht den High-Tech-Schlitten, sondern den Tischtennisschläger. Denn Pan-Pong ist nichts anderes als Ping-Pong mit Bratpfannen.

Bratpfannenturniere gab es in Bennigsen schon öfter. Die Idee wurde einst im Jugendtrainingslager im Harz geboren. Seit vier Jahren war allerdings Pause. „Es war mal wieder Zeit, wir wollten es aber etwas größer aufziehen“, sagt Robin Hrassnigg, Tischtennis-Spartenleiter des FCB und Mitgründer der International Pan-Pong Federation (IPPF).

Ein Schmunzeln umspielt ständig Hrassniggs Mund, wenn er über Pan-Pong spricht. Klar: Das Ganze ist ein großer Spaß, den er zusammen mit Holger Pfeiffer und Alexander Zick ausgeheckt hat. Den aber mit so viel Ernsthaftigkeit, dass die drei Macher „Pan-Pong“ sogar schon als Marke angemeldet haben. Es gibt ein eigenes Regelwerk, das auf der eigenen Homepage (www.pan-pong. de) nachzulesen ist.

Es passt auf einen Bierdeckel: Gespielt wird nach Tischtennisregeln, die nur in drei Punkten abgeändert sind: Ein Satz geht bis 17 statt 11, dafür geht es um zwei statt drei Gewinnsätze. Und: Um einen Satz zu gewinnen, reicht ein Punkt Vorsprung.

Als Schläger ist jede Art von Pfanne erlaubt. „Crepes-Pfannen stehen hoch im Kurs“, sagt Hrassnigg. Denn die sind flach und bieten eine große Fläche bei wenig Gewicht. Auch ein Pfannen-Modell von Ikea sei beliebt. „Der eine oder andere hat es sogar schon geschafft, Schnitt zu entwickeln.“

40 bis 50 Teilnehmer waren bei den letzten Bratpfannenturnieren am Start. „Ich glaube, es werden diesmal deutlich mehr“, sagt Hrassnigg. Anmeldungen liegen nicht mehr nur aus den benachbarten Vereinen vor – auch Spieler etwa aus Letter und Seelze haben ihr Kommen zugesagt.

Bennigsen soll auch in den kommenden Jahren Austragungsort der Pan-Pong-DM sein. Künftig, so schwebt es den Machern vor, soll es aber regionale Qualifikationsturniere geben. Vereine können sich dafür anmelden – und müssen dafür eine kleine Gebühr an die IPPF zahlen. „Alles, was dabei rumkommt, kommt dem FC Bennigsen zu Gute“, verspricht Hrassnigg. Die ersten Interessenten für die Ausrichtung von Quali-Turnieren hätten sich schon gemeldet.

Um 10 Uhr geht es am Sonnabend los in der Süllberghalle. Gegen 17 Uhr soll der Deutsche Meister feststehen. Bei der Anmeldung werden übrigens alle Pfannen gewogen, vermessen und fotografiert. „Es soll ein Quartettspiel aufgelegt werden“, sagt Hrassnigg – die haben einen an der Pfanne.



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