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Morgen beginnt die Saison in der 3. Liga / Die HF Springe wollen wieder oben mitspielen, vom Aufstieg reden sie nicht

Die Favoritenrolle haben in diesem Jahr Andere

Handball (jab). Erst in der letzten Partie der vorigen Saison gegen Tarp verspielten die HF Springe den Aufstieg in die 2. Liga, den sie zuvor offensiv als Ziel ausgegeben hatten. Dass es nicht klappte, sorgte für einigen Wirbel, so kündigte Hauptsponsor Peter Othmer zunächst seinen Rückzug an. Er ist aber weiter an Bord, der Etat wurde sogar etwas auf- gestockt, der Kader in der Breite verstärkt. Bevor die neue Saison am morgigen Sonnabend (18 Uhr) daheim gegen Absteiger VfL Potsdam startet, halten die HF-Verantwortlichen den Ball aber flach – die Favoritenrolle überlassen sie diesmal anderen.

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Vom Aufstieg sprechen vor dieser Saison explizit nur Potsdam und die HSG Tarp/Wanderup. Beide sind auch für HF-Manager Dennis Melching die Favoriten: „Sie haben eingespielte Mannschaften“, sagt er. Und: „Ich zähle auch Burgdorf II dazu, die sind wie Potsdam und Tarp immer in der Lage, Spiele zu gewinnen.“

Mit der Prognose für die eigene Saison halten sich die Springer auch deshalb bedeckt, weil die Vorbereitung wenig aufschlussreich war. Aus verschiedenen Gründen: Trainer Oleg Kuleshov lag wegen Komplikationen nach einer Knie-Operation drei Wochen im Krankenhaus. Melching und Kapitän Daniel Deutsch leiteten in der Zeit das Training. Und: Der endgültige Kader steht erst seit wenigen Tagen fest. Mit Nikolaos Riganas vom rumänischen Meister und Champions-League-Teilnehmer HCM Constanta holten die HF auf den letzten Drücker noch eine Alternative zu Claus Karpstein im rechten Rückraum – und einen „sehr guten Abwehrspieler“, so Melching.

Riganas ist griechischer Nationalspieler wie Theodoros Evangelidis und Charalampos Mallios, die die HF schon zu Beginn der Vorbereitung vorgestellt hatten. Mit Kreisläufer Nikolaos Tzoufras stehen damit insgesamt vier Griechen im Team. Die Verständigung funktioniere aber, sagt Melching. Noch wird viel englisch gesprochen. Hilfreich sei aber, dass Tzoufras nach einem Jahr in Springe schon recht gut Deutsch spreche. Evangelidis und Mallios sprächen die Sprache noch nicht besonders, „aber sie verstehen schon gut“, so Melching. Bei Riganas sieht er auch keine Probleme: „Er hatte Deutsch in der Schule.“

Der Zweitliga-erfahrene Torwart Jendrik Meyer ist der vierte Neuzugang. Erst spät entschied sich, dass Rechtsaußen Nils Eichenberger nun doch weiter mit Zweitspielrecht von Eintracht Hildesheim ausgestattet wird und Spielpraxis vor allem in Springe sammeln soll.

Ist der Kader stärker als in der vorigen Saison? „Das wissen wir am letzten Spieltag“, sagt Kuleshov gewohnt zurückhaltend. Melching ist überzeugt, „dass wir wesentlich ausgeglichener aufgestellt sind. Wir können alle Spieler bedenkenlos einsetzen“.

Auch Lukas Michalsky und Jonas Borgmann aus der HF-Reserve haben die Vorbereitung mitgemacht. „Sie werden die eine oder andere Minute reinschnuppern, gehören aber zum Stammkader der Zweiten“, sagt Melching.

Wie weit die Mannschaft schon ist, ist auch für Trainer Kuleshov schwer einzuschätzen. „Es gibt überall noch Verbesserungsbedarf, das ist normal“, sagt er. „Gerade im Rückraum müssen wir noch besser kommunizieren. Die drei Griechen müssen sich auch erst in Deutschland einleben und in die Mannschaft integrieren. Aber es läuft.“

„Wir haben sicher noch zwei, drei Spiele Nachholbedarf“, sagt Melching, „für den oberen Bereich sind wir konkurrenzfähig.“ Wichtig ist ihm aber vor allem, „dass wir dem Publikum weiter attraktiven und temporeichen Sport bieten“. Dafür dürften auch die Gästeteams sorgen. Die Liga ist stärker geworden, nicht zuletzt durch fünf Bundesliga-Reserven, bei denen neben Nachwuchstalenten oft auch Erstliga-Spieler nach Verletzungen wieder Spielpraxis sammeln.

Eine große Frage ist: Wie verkraften die HF den Weggang von Jannis Fauteck. Der Spielmacher war in der vorigen Saison bester Torschütze der Springer und wichtige Stütze in der Abwehr. „Er hat große Fortschritte gemacht in der letzten Saison“, sagt Kuleshov, „deshalb ist es schade, dass er gegangen ist.“ Der Coach glaubt aber, dass sein Team den Verlust kompensieren kann. Mallios ist als Mittelmann vorgesehen, machte in der Vorbereitung einen guten Eindruck. Wie übrigens auch die anderen Neuen: Evangelidis als zuverlässiger Torschütze im linken Rückraum, Meyer mit wichtigen Paraden – zuletzt beim Pokalspiel in Spenge. Es kann also losgehen.



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