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FCS-Trainer Genschick freut sich über spielerische Steigerung, wünscht sich aber mehr Konstanz

„Die Entwicklung ist erst am Anfang“

Fußball (jab). Schwacher Saisonstart, Zwischenhoch, leichter Leistungsknick kurz vor der Winterpause. Bei Bezirksligist FC Springe war bislang alles drin in der laufenden Spielzeit. Der ausführliche Halbzeit-Ckeck:

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Anspruch und Wirklichkeit liegen dicht beieinander. Besser als im Vorjahr, als die Springer Neunter wurden, wollte Trainer Franz Genschick abschneiden und spielerisch mit seiner Mannschaft einen Schritt nach vorne machen. Der FCS ist als momentan Sechster auf einem guten Weg.

Gut läuft‘s in der Abwehr. 24 Gegentore in 17 Spielen können sich sehen lassen – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Springer zehn davon allein in den beiden Spielen gegen Holzminden kassiert haben. Sechsmal spielte der FCS zu Null. Spielerisch haben sich die Springer deutlich gesteigert. Sie setzen nicht mehr nur auf Kampfkraft, lange Bälle und Standards, sondern kombinieren ihre Chancen häufiger heraus.

Verbesserungsbedarf sieht Genschick bei der Konstanz: „Wir müssen stabiler werden“, sagt er. „Wir sind mit der Entwicklung erst am Anfang.“ Und der Kader sei zu klein, „wenn zwei, drei Spieler mal einen nicht so guten Tag haben, bricht schnell alles auseinander“.

Bewegung im Kader gibt es fast nicht. Semih Candir kehrt von Kreisligist VfB Eimbeckhausen zurück – ob er spielen darf ist noch offen, denn die Einigung zwischen den beiden Klubs steht noch aus. Weitere Verpflichtungen sind nicht geplant. Pascal Lüdtke (Spielertrainer in Hamelspringe) und Steve Goede (eigene Zweite) sind nicht mehr dabei, damit ist die linke Angriffsseite vorerst verwaist. Angesichts der geringen Kadergröße helfen Abudi Remmov und Philipp Strohecker aus der A-Jugend weiterhin im Bezirksliga-Team aus.

Gewinner der Hinrunde für Trainer Genschick ist Marlon Pickert. Der Mittelfeldmann spielte zuvor für Trauen-Oerrel in der 2. Kreisklasse Soltau-Fallingbostel, stieß eher zufällig zum FCS – und wirbelt nun gemeinsam mit Dennis Offermann hinter den Spitzen. „Ihn hatte keiner auf dem Zettel“, sagt Genschick, der aber noch mehr Einsatz von Pickert fordert: „Wenn die Kraft nachlässt, wird er manchmal noch zu lässig.“

Die weiteren Neuzugänge spielen bislang eine weniger auffällige Saison. Lüdtke (vorher Bakede) und Goede (eigene A-Junioren) sind – siehe oben – schon wieder weg. Ersatzkeeper Alexander Ernst (Koldingen) kam angesichts der starken Leistungen von Daniel Hake bislang kaum zum Einsatz – und zog sich kurz vor der Winterpause auch noch einen Bänderriss zu. Bleiben Timo Bergold und Björn Vollmer, die beide aus der A-Jugend aufrückten. Stammspieler sind beide nicht, „aber sie sind fleißig und versuchen, ranzukommen. Ich hoffe, sie halten zur Stange“, sagt Genschick, „dann werden sie in der nächsten Saison ihre Stärken besser ausspielen können.“

Gute Erinnerungen hat Genschick vor allem an den 5:1-Erfolg bei der SpVgg Bad Pyrmont, die damals noch Titelkandidat war, „das war die Krönung“, sagt er, „das hat allen Spaß gemacht.“ Genschick freut sich aber über viele weitere Begegnungen, in denen „wir taktisch diszipliniert und spielerisch stark waren“. Etwa das 1:1 gegen den jetzigen Spitzenreiter FC Stadthagen, „die hätten wir abschießen können“.

Aus dem Gedächtnis streichen würde er dagegen am liebsten den Saisonauftakt. Beim 0:6 gegen Landesliga-Absteiger Holzminden fehlte mehr als die halbe Stammelf. „Das war für alle deprimierend“, sagt Genschick, „das war ja schon Wettbewerbsverzerrung.“

Prognose: Der Zug nach ganz oben ist abgefahren. Um die sieben Punkte auf den Tabellendritten Pyrmont aufzuholen, ist der Kader zu klein. In Abstiegsnöte geraten die Springer aber auch nicht mehr – Platz fünf.

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