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Nationalteam dominiert die Jugend-WM vor Schweden / Finnland mit Überraschung im Matchplay

Deutsche Minigolfer erringen zehn Medaillen

Minigolf. Mit insgesamt zehn Medaillen – viermal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze – war Deutschland die erfolgreichste Nation bei den Jugend-Weltmeisterschaften auf der Anlage des Leistungszentrums des Deutschen Minigolfsport Verbandes (DMV) im Kurpark von Bad Münder.

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Autor:

Dieter Gömann

Damit wurde der Heimbonus – bezogen auf die Anlage mit der Miniaturgolfbahn und schwer zu bespielenden Filzgolfbahn – entsprechend genutzt, und der vorsichtige Optimismus auf ein erfolgreiches Abschneiden ging mehr als in Erfüllung.

Acht Tage lang dominierten die rund 150 Juniorinnen und Junioren aus 14 Verbänden das sportliche Geschehen nicht nur in der Badestadt. Per elektronischer Medien haben die in der Weltrangliste führenden Nationen die Ergebnisse dieser zehntägigen Titelkämpfe Tag für Tag in ihre Heimatländer übermittelt.

Hinter dem überragenden Gastgeber Deutschland belegte Schweden (2/0/2) den zweiten Platz in der Nationenwertung vor Österreich (1/0/1), Finnland (1/0/0) und der Schweiz (0/0/1).

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  • Eetu Ikola (Finnland) gewann überraschend die Goldmedaille im Matchplay.

„Ein hohes Maß an Begeisterung erlebten wir von Olympia am Fernseher – was aber die Minigolf-Weltmeisterschaften in Bad Münder angeht, erlebten wir hochklassigen Sport im Mannschaftswettbewerb und im Einzelwettbewerb hochspannende Entscheidungen. Alle können stolz sein, die hier teilgenommen haben. Nicht nur die Sieger, sondern auch weniger bekannte Aktive wie beispielsweise Igor Pantelimonov und Polina Mogilevskaya aus dem russischen Team, die beide im Matchplay (K.-o.-System) das Viertelfinale erreicht haben“, betonte Dr. Gerhard Zimmermann, Präsident der World Minigolfsport Federation (WMF) und Präsident des Deutschen Minigolfsport Verbandes (DMV)im Rahmen der Abschlussfeier in der hierfür umfunktionierten ALS-Sporthalle (siehe auch Seite 16 dieser Ausgabe).

Das Finale der vier Meisterschaftstage war am Sonnabend der Kampf um den Weltmeistertitel im Matchplay (K.o.-Modus) der besten 16 Juniorinnen und der besten 32 Junioren.

Nach dem dritten Platz im Mannschaftswettbewerb konnten die Österreicher überschwänglich den Erfolg bei den Juniorinnen feiern. Lara Jehle, die im Strokeplay (Zählwettbewerb) den siebten Platz belegt hatte, gewann für die Alpenrepublik die Goldmedaille im Endspiel gegen Vanessa Peuker (Deutschland), nachdem sie zuvor im Viertelfinale mit Annika Dellmann und anschließend im Halbfinale mit Katharina Benn zwei weitere deutsche Spielerinnen ausgeschaltet hatte. Im Spiel um den dritten Platz behauptete sich Annika Dellmann gegen Katharina Benn, die beide im Strokeplay den zweiten und ersten Platz belegt hatten.

Große Spannung war bei den Junioren angesagt. Auch hier wurde wie bei den Juniorinnen über 18 Bahnen gespielt, wobei jeweils neun Anlagen der Miniaturgolfbahn und der Filzgolfbahn ausgewählt waren.

Mit Sebastian Piekorz, Andreas Schneider und Philip Lau hatten drei deutsche Spieler den Einzug in das Viertelfinale geschafft. Letzterer war der einzige, der in das Halbfinale nach seinem Sieg über den Russen Igor Pantelimonov – zuvor Sieger gegen Robin Hettrich – einzog und nach dem Erfolg gegen den Schweden Derice Shumilov Susoho im Endspiel stand.

Hier traf er auf den Überraschungsfinalisten Eetu Ikola (Finnland), der im Matchplay nicht über den 20. Platz von 67 Teilnehmern hinaus gekommen war. Bei enormer Hitze über der Minigolfanlage behielt der Finne einen kühlen Kopf und konnte sich gegen den Deutschen durchsetzen – riesengroßer Jubel bei der kleinen finnischen Mannschaft, die ohne Juniorinnen angetreten war, über die Goldmedaille und ebenso herzliche Gratulation von den unterlegenen Konkurrenten.

„Gerade im Matchplay kann man nicht davon ausgehen, dass die stärksten Spieler auch den Titel gewinnen. Es hängt sehr viel von der Tagesform ab“, so Achim Braungart Zink, Geschäftsführer der Minigolf Marketing.



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