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HF-Trainer Holger Schneider über den Erfolg der HF Springe, seine engagierten Spieler und die schöne Zeit

„Der größte Moment kann noch folgen“

Springe. Die Uhr als Trainer bei den Handballfreunden Springe ist für Holger Schneider nahezu abgelaufen. Nach dem großartigen Abschluss der Punktspielsaison 2013/2014 stehen jetzt noch zwei Relegationsspiele um den Aufstieg in die 2. Bundesliga gegen des TuS Ferndorf auf dem Programm. Mit dem 51-jährigen Handballlehrer sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann über seine eineinhalb Jahre in Springe, die Drittliga-Mannschaft und seine nahe Zukunft.

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Autor:

Dieter Gömann

Herr Schneider, herzlichen Glückwunsch zum 29:24-Heimsieg über die TS Großburgwedel. Wie fühlen Sie sich?

Mir geht es persönlich sehr gut, und das ist der Tatsache geschuldet dass wir gemeinsam unser Ziel erreicht haben und einiges mehr noch möglich ist.

Hatten Sie vor dem Spiel mit einem so klaren Ergebnis gerechnet?

Ja, wir hatten in den vergangenen Wochen die Mannschaft nahezu komplett beieinander und konntenvernünftig trainieren. Alle Spieler haben sich enorm verbessert.

Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Es war für die Psyche der Spieler ganz wichtig, dass Jannis Fauteck wieder dabei war.

Der klare Punktvorsprung verringerte sich bis zum letzten Punktspiel auf einen Zähler. Haben Sie mit Ihrer Mannschaft dennoch an einen erfolgreichen Saisonabschluss mit dem Erreichen des zweiten Tabellenplatzes geglaubt?

Ja, wenn man nicht daran glaubt, klappt es auch nicht. Dass die Jungs so stark spielten, Hut ab an die Truppe, den Vorstand und die medizinische Abteilung. Alle haben an das Ziel geglaubt und wurden nicht nervös.

Sie waren eineinhalb Jahre Trainer bei den Handballfreunden Springe. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Ich bin ein Projekt angegangen, und wir haben angegriffen. Ich übernahm eine völlig verunsicherte Mannschaft zur Halbzeit im Spieljahr 2012/2013. Zur ersten Halbserie des zu Ende gegangenen Spieljahres kann ich nur sagen Hut ab und ein Riesen-Kompliment. Viele Ehrenamtliche waren mit dem Herzen dabei und leisteten ihren Beitrag.

Was waren die schönsten Momente mit der Mannschaft, die für Sie in Erinnerung bleiben?

Ach, da gibt es viele. Wichtig war für mich, dass alle gemeinsam gearbeitet hatten. Vielleicht kommt ja noch der größte Moment mit dem Aufstieg. Ich habe in meiner Zeit in Springe viele Leute kennengelernt.

Und was möchten Sie ganz schnell vergessen?

Ich habe eigentlich nichts Negatives erlebt. Ich sage ’Auf Wiedersehen’ und nicht ’Tschüss’.

Mit Jonas Borgmann und Lukas Reese verlassen zwei Eigengewächse der HF Springe den Verein in die Oberliga. Wie beurteilen Sie den Fortgang?

Wir haben mit jungen Leuten gearbeitet, und so sollte der Verein weitermachen. Jonas wollte mehr Spielanteile haben. Bei Lukas fand ich es schade. Er hätte Zeit in der neuen Saison zur Weiterentwicklung haben können. Ich wünsche beiden Spielern alles Gute für die Zukunft.

Zwei Relegationsspiele gegen den Zweiten der 3. Liga West, den TuS Ferndorf, um den möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen jetzt noch an. Wie sehen Sie die Chancen der Handballfreunde auf ein erfolgreiches Abschneiden?

Ich habe mir drei Spiele von Ferndorf angeschaut. Das ist eine verdammt schwer zu spielende Mannschaft mit einer 3-2-1-Deckung. Die haben schon Zweitliga-Erfahrung gesammelt. Wir sind in beiden Spielen Außenseiter, wollen aber unsere Chancen nutzen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken.

Und wie bereiten Sie sich mit der Mannschaft auf das erste Spiel am kommenden Freitag in Ferndorf vor?

Wir trainierten von gestern bis einschließlich kommenden Donnerstag täglich und fahren dann am Freitag nach Ferndorf zum 1. Relegationsspiel.

Was macht Holger Schneider in der Zukunft?

Ich habe jobmäßig sehr viel zu tun und habe ab 1. Mai weitere hauptberufliche Arbeiten übernommen. Schon Ende 2011 habe ich meine Prioritäten vom Profi-Handball gewechselt. Ich werde den Springer Handball aus der Ferne weiter gut verfolgen und im Auge behalten. Und wenn es geht, werde ich auch oft vorbeischauen.



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