weather-image

Den Zug nicht abfahren lassen

Springe. In vier von bisher fünf Spielzeiten in der 3. Liga spielten die Handballfreunde Springe ganz oben mit – aber immer gab es einen Konkurrenten, der noch besser aufgestellt war, als die Springer. Damit das nicht zum Trauma wird, müssen die Springer im Spitzenspiel am heutigen Sonnabend (18 Uhr) gegen den Wilhelmshavener HV gewinnen. Verlieren sie, ist der Spitzenreiter seinem einzigen Verfolger auf sechs Zähler enteilt. „Gegen eine Mannschaft, die noch keinen Punkt abgegeben hat, wäre das eine hohe Hypothek“, sagt HF-Kapitän Daniel Deutsch. Dennis Melching drückt es deutlicher aus: „Wenn wir verlieren, ist der Meisterschaftszug abgefahren“, sagt Springes Manager.

270_008_7663373_spo_deutsch_1_.jpg

Das wäre er auch ohne den Punktverlust vom vorigen Wochenende in Großburgwedel (32:32), denn aus eigener Kraft hätten die HF auch vorher nicht an Wilhelmshaven vorbeiziehen können. „Die Mannschaft hatte einen schlechten Tag in Großburgwedel“, sagt Melching, der unter der Woche beim Training deutliche Worte ans Team richtete: „Alle Verantwortlichen gehen davon aus, dass es gegen Wilhelmshaven eine Reaktion gibt“, sagt er.

Deutsch betrachtet die Leistung im Derby differenzierter: „Bei vier Wochen Spielpause verlierst du einfach den Rhythmus und startest bei Null. Für die Mannschaften, die vorher viel gewonnen haben, ist das natürlich nicht gut.“ Entschuldigen will er die Niederlage damit nicht: „Wir haben nicht gut verteidigt und hatten keine gute Torhüterleistung“, sagt er.

Auch beim 23:27 im Hinspiel in Wilhelmshaven, der bisher einzigen Niederlage, hatten die Springer ihren Rhythmus noch nicht gefunden. „Aber es war auch ein Heimspiel für Wilhelmshaven“, sagt Deutsch, dem für das Rückspiel nicht bange ist: „Wir haben ja auch schon Spitzenspiele gewonnen“, sagt er. In der vorigen Saison zum Beispiel gegen Henstedt-Ulzburg und in der Relegation gegen Ferndorf. „Das sind Highlights, auf die wir uns freuen. Und gerade das Spiel gegen Ferndorf, in dem wir einige Rückschläge zu verdauen hatten, gibt viel Zuversicht.“

Knapp 800 Zuschauer, darunter 130 Gästefans, die mit drei Bussen anreisen, werden für echte Spitzenspiel-Atmosphäre in der Halle des Schulzentrums Süd sorgen. Dabei sind die Springer ausnahmsweise nicht der Favorit: „Wir sind die Verfolger und müssen hohes Risiko gehen“, sagt Deutsch. Eine wichtige Rolle kommt seiner Meinung nach den Torhütern zu. Trotz der schwachen Leistung in Großburgwedel macht er sich da keine Gedanken. Der Torwart ist allerdings auch ein großer Trumpf der Gäste: Adam Weiner verfügt über jahrelange Erst- und Zweitliga-Erfahrung. In der vorigen Saison gehörte er noch zum Trainerteam der TSV Burgdorf II um Sven Lakenmacher. „Wir telefonieren ab und zu und haben ein gutes Verhältnis“, verrät Weiner – heute Abend wird die Freundschaft aber für 60 Minuten ruhen.

Eine weitere Stärke des WHV: „Sie haben mit Oliver Köhrmann einen bundesligaerfahrenen Mittelmann, der dafür sorgt, dass immer Struktur da ist – diese Mannschaft bringst du so schnell nicht aus der Ruhe.“ Umso mehr kommt es auf eine gute Springer Angriffsleistung an, „da ist unsere Qualität gut genug“, so Deutsch.jab



Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt