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Dirk Schroeter, Manager des HSV Hannover, vor dem Derby bei den HF Springe im Interview

„Den Wahnsinn tun wir uns nicht nochmal an“

Handball. Das erste Derby der Rückrunde der 3. Liga Nord steigt am Sonnabend an der Harmsmühlenstraße. Um 18 Uhr gastiert der Tabellenfünfte HSV Hannover bei Spitzenreiter HF Springe. NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram sprach vorab mit HSV-Manager Dirk Schroeter.

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Die letzten drei Vergleiche mit Springe hat Ihre Mannschaft deutlich verloren. Klappt‘s diesmal wenigstens mit einem Punkt?

Zweimal waren wir von Verletzungen gebeutelt. Beim letzten Mal haben wir einfach nicht gut gespielt. Ich hoffe, dass wir diesmal ein gutes Spiel abliefern. Springe ist aber natürlich der klare Favorit.

Immerhin habt Ihr aber zuletzt gegen Tarp einen Punkt geholt und in der Hinrunde Henstedt und Altendorf geschlagen.

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  • Dirk Schroeter

Wir haben gegen alle Top-Mannschaften bisher wenigstens ein gutes Spiel hingelegt – außer gegen Springe. Hätten wir vor Weihnachten nicht zweimal verloren, wären wir oben dran. Und das mit unserer ganz jungen Truppe. Ich hatte vor der Saison auf Platz fünf bis acht spekuliert – das ist scheinbar zu schaffen.

Gegen Tarp war sogar mehr drin als ein Unentschieden.

Am Schluss ging es etwas mysteriös zu. Sogar Tarps Trainer hat gesagt, dass sie Schiri-Glück hatten. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht und brauchen uns vor keinem zu verstecken, wenn alle Mann an Bord sind.

Sind denn am Sonnabend alle Mann an Bord?

Es sieht so aus. Kleine Wehwehchen hat man ja immer, das ist normal.

Wann spielt der HSV Hannover wieder um den Aufstieg mit?

Wir sind ja freiwillig runtergegangen vor zwei Jahren. Den Wahnsinn eingleisige 2. Liga tun wir uns nicht nochmal an. Wir setzen auf die Jugend, das soll auch für die Zukunft unser Motto sein.

Warum?

Mit Burgdorf vor der Haustür ist für einen Zweitligisten kein Platz mehr in Hannover. Ich bin darüber nicht unglücklich. Die Jugendarbeit hat uns über Jahre ausgezeichnet, es stellte sich aber immer die Frage: Was machen wir mit dem Nachwuchs. In der 1. oder 2. Liga ist es schwer, die ganz jungen Leute einzubauen. Jetzt kommt uns auch die A-Jugend-Bundesliga entgegen, weil die Spieler über die ganze Saison an ihre Leistungsgrenze gehen müssen. Das bringt sie körperlich und vom Spielverständnis her voran.

Mit Lukas Reese und Lars Schiebler spielen auch zwei Springer in der HSV-A-Jugend.

Die haben sich beide sehr gut eingefügt, darüber sind wir sehr froh.

Ihr wichtigster Spieler scheint aber nach wie vor Bastian Riedel zu sein, der schon 97 Tore geworfen hat.

Wir haben die Mannschaft bewusst um drei Stützen aufgebaut: Bastian Riedel, Christian Redeker und Arkadiusz Bozy, der eine echte Verstärkung für die Abwehr und den Angriff ist. Die drei sind ganz wichtig, darum herum spielt unser ganzer „Hühnerhaufen“. Basti Riedel hatte am Ende der Hinrunde einen kleinen Hänger und hat nicht mehr so viel getroffen. Aber in der Abwehr ist er immer wichtig, Tore können auch die anderen werfen. Wobei unser Vorteil im Angriff ist, dass die Abwehr oft früh auf Basti rausgeht und sich dann Lücken für den Kreisläufer bieten.

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