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Für den Sport sind Tini Demann, Christin Tidow und Janina Janik von zu Hause weggegangen – sie haben 2012 Großes vor

Den Sprung ins kalte Wasser haben sie nie bereut

Sie gehören in Deutschland zu den hoffnungsvollsten Talenten in ihren Sportarten: Fußballerin Tini Demann, Schwimmerin Janina Janik und Reiterin Christin Tidow. Sie alle haben ihr Elternhaus früh verlassen, um sportlich weiterzukommen. Über die Feiertage waren sie alle zu Besuch bei ihren Familien – und hatten Zeit, mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram über die Erfolge im alten und ihre Ziele für das neue Jahr zu plaudern.

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Tini Demann

Was ihr 2010 mit der U17-Nationalmannschaft verwehrt blieb, holte sie 2011 mit der U19 nach: Sie gewann die Europameisterschaft. Es war nicht der einzige Höhepunkt für die mittlerweile 18-Jährige aus Holtensen, die beim FC Bennigsen mit dem Fußballspielen begann. Sie durfte beim Champions-League-Finale von Turbine Potsdam dabei sein – wenn auch nur auf der Bank. Seit zweieinhalb Jahren ist sie nun bei den „Tor-Bienen“, spielte erst bei den B-Juniorinnen und im Zweitliga-Team. Seit dieser Saison gehört sie fest zum Kader der Ersten – und erhielt zum Ende des Jahres immer mehr Einsätze, vor allem in der Champions League, aber auch in der Bundesliga. „Es war schön zu sehen, dass ich auch ohne viel Spielpraxis mithalten konnte“, sagt sie.

Donnerstag beginnt in Potsdam das Training. „Ich bin gespannt, wie‘s weitergeht“, sagt Demann. Die U19-EM im Juni und die U20-WM im September sind ihre Ziele. Nach der Saison läuft ihr Vertrag aus. Sie würde gerne im Potsdam bleiben, „aber die Perspektive muss stimmen“, sagt sie. Weiteres wichtiges Projekt: „Das Abitur.“

Christin Tidow

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass die Vielseitigkeitsreiterin ins kalte Wasser sprang. Sie verließ den elterlichen Hof in Boitzum und zog mit ihren Pferden nach Warendorf. Dort macht die Sportsoldatin eine Ausbildung zur Pferdewirtin. „Ich musste lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und mich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Das ging auch an den Tieren nicht spurlos vorbei“, sagt sie. Mittlerweile hat sich die 20-Jährige bestens eingelebt. „Ich habe viel mit den jungen Pferden gearbeitet und viel gelernt, was zum Reiten dazugehört“, sagt sie.

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  • ...und Vielseitigkeitsreitern Christin Tido.
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  • Drei Toptalente mit ehrgeizigen Zielen: Schwimmerin Janina Janik...

Sie ist also bestens gerüstet für die kommende Saison. Zum Ende der letzten stellten sie schon einige Erfolge ein. Mit ihrem Nachwuchspferd Don Augusto verpasste sie das Finale beim Bundeschampionat nur knapp. Mit Neuburg schaffte sie zum Abschluss in Ströhen die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. An denen will sie in diesem Jahr endlich einmal teilnehmen, „weil es mein letztes bei den Jungen Reitern ist“, sagt sie. In den vergangenen drei Jahren hatte ihr immer die Gesundheit ihrer Pferde einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wenn es gut läuft, will sie nach der DM auch zur EM. Am Ende des Jahres entscheidet sich auch ihre berufliche Zukunft. „Wenn es geht, bleibe ich in Warendorf“, sagt sie. „Wenn nicht, lerne ich einen ‚normalen‘ Beruf.“

Janina Janik

Vor eineinhalb Jahren, mit 13, zog die Springerin nach Essen ins Sportinternat – und hat den Schritt nie bereut. „Die Zeit vergeht megaschnell“, sagt sie. Zum Start in Essen musste sie wegen einer Schulterverletzung vier Monate pausieren, „dafür lief es 2011 erstaunlich gut“, sagt sie. Ihr größter Erfolg: Der Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit der Essener B-Jugend. „Das können wir hoffentlich wiederholen“, sagt Janik. Auch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften will sie wieder schnell schwimmen und auf ihren Lieblingsstrecken Lagen und Brust unter die Top 5. Dafür hat sie schon zwischen den Jahren zweimal täglich trainiert. Aus gutem Grund: „Nach den Ferien schwimmen wir wieder 50 Kilometer pro Woche, das geht nicht ohne Vorbereitung.“



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