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Spielabsagen für den Rest des Jahres heißen Bezirksligatrainer für gut / Blicke richten sich auf die Halle

„Das ist endlich einmal eine gute Nachricht“

Fußball. Erst müssen die Spieler nach der Pfeife der Schiedsrichter tanzen, wenn auf dem Sportplatz 90 Minuten lang um die begehrten Punkte gekämpft wird. Ist dieses aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich, müssen die Vereine nach der Pfeife der sogenannten Funktionäre tanzen. Gemeint sind die Spielansetzer in den Kreisen und Bezirken.

Das Schild auf dem verschneiten Sportplatz kann jetzt weggenommen werden. Der Bezirksspielausschuss hat sämtliche Begegnungen fü

Autor:

Dieter Gömann

Die lassen sich auch bei den momentanen Witterungsverhältnissen nicht von ihrer starren Linie abbringen, die Begegnungen so lange wie möglich auf dem Spielplan als durchführbar hinzustellen, bis eben tatsächlich die Spiele nicht durchgeführt werden können. Diese Ehrenamtlichen, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass der Fußballbetrieb funktioniert, setzen sich zu gerne über den gesunden Menschenverstand hinweg, weil sie eben davon ausgehen, dass es sich bei der Witterungslage nur um eine Momentaufnahme handelt – entgegen jeglicher meteorologischer Wettervorhersagen.

46 Stunden vor Spielbeginn hat sich der Vorsitzende des Bezirksspielausschusses, Thorsten Schuschel, dazu durchgerungen, die Spiele in den vier Bezirksligen aufgrund der Witterungsverhältnisse abzusagen: Mehr noch: Auch das Nachholprogramm vom 18. Dezember wurde abgesagt.

„Das ist endlich einmal eine gute Nachricht, die von den Funktionären an die Basis durchdringt. Wer jetzt noch seinen Platz ruinieren will, der muss verrückt sein“, betont Trainer Karsten Bürst vom FC Eldagsen. Aus seiner Sicht ist das Einläuten der Winterpause die einzig richtige Maßnahme.

Immerhin haben die Eldagsener am 30. Oktober ihr letztes Punktspiel zu Hause gegen den TSV Klein Berkel (6:0) bestritten und bleiben so bis zum Beginn der Rückrunde am 19. März 2011 viereinhalb Monate „spielfrei“.

Und was machte der Bezirksligist bis zum heutigen Tage? „In den vergangenen drei Wochen trainierte ich mit der Mannschaft gerade einmal auf dem B-Platz. Bei spielerischer Laune und bester Kondition hielt ich meine Spieler mit Trainingseinheiten im Soccer-Park von Ex-Profi Frank Hartmann in Hannover-Wülfel“, so Bürst.

Zwei Mal in der Woche hatten sich die Gelb-Schwarzen dort bei einer 60-minütigen Einheit fit gehalten. „Den Obolus von 54 Euro dafür haben ich und meine Spieler aus eigener Tasche bezahlt. Damit konnten und wollten wir nicht die Vereinskasse belasten, um unseren Jugendlichen nicht wegzunehmen, was sie eh nicht haben“, meinte der FCE-Coach.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Soll im Klartext heißen, jetzt schaut der FC Eldagsen auf die Hallensaison. Beim Budenzauber unterm Hallendach will Bürst mit seinen Spielern nur drei Mal auflaufen: am 8./9. Januar beim NDZ-Cup des FC Springe, beim eigenen Turnier am 15./16. Januar in Bennigsen und am 29. Januar beim WALLUS-Cup des FC Bennigsen.

Im übrigen will der Trainer nur mit zehn Akteuren die Hallenturniere bestreiten. „Meine angeschlagenen Spieler sollen sich auskurieren.“

„Sportlich wollen wir schon etwas reißen. Schließlich ist das die beste Motivation für den Wiederbeginn der Punktspiele“, stellt Bürst klar. Hallenturniere gehören seiner Meinung nach zum Fußball. „Der Spaß, der sportliche Erfolg und die Kommunikation sind wichtig.“

Sein Kollege Franz Genschick sieht es für den FC Springe genauso. „Ein gutes Abschneiden bei den Hallenturnieren ist für das Selbstvertrauen ganz wichtig. Obendrein spielt der Spaßfaktor eine ganz große Rolle.“

Trainiert haben die Schwarz-Weißen unter der Woche einmal in der Halle und trafen sich einmal zum Lauftraining im Freien. Auch der FC Springe geht drei Mal bei Turnieren an den Start: vom 28. bis 30. Dezember bei der WTW-Humboldt-Trophy“ in Wallensen, beim eigenen Turnier am 8./9. Januar und beim FC Eldagsen (15./16. Januar).

„Ich werde nur jene Spieler einsetzen, bei denen ich kein Risiko eingehe. Die Angeschlagenen sollen sich auskurieren.“ Die Absagen für das Restprogramm 2011 sieht auch Genschick so absolut in Ordnung.

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