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Schwimmerin Laura Hardy trainiert beim WSV in Bennigsen

Das Gesicht der Special Oympics

„Wasser ist mein Element“, sagt Laura Hardy. Dann setzt die 28-jährige Bennigserin ihre Badekappe auf und steigt ins Becken des Springer Hallenbads. Sie war dieses Jahr das Gesicht der Special Olympics in Hannover.

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Autor:

VON ANNE BRINKMANN-THIES

Das Training ihres Heimatvereins WSV Bennigsen beginnt.

Die junge Frau mit dem langen blonden Haar hat erfolgreich an den Special Olympics in Hannover teilgenommen. Dabei konnte sie nicht nur in den Disziplinen 50 Meter Freistil in 52,7 Sekunden und 50 Meter Brust in 1:05 Minuten ihre persönlichen Bestzeiten verbessern. Sie war bei den Wettkämpfen in Hannover gemeinsam mit dem Braunschweiger Herbert Krüger das offizielle Gesicht der Spiele.

Das bescherte der jungen Frau unvergessliche Augenblicke. So durfte sie unter anderem die Eröffnungsfeier der Wettkämpfe mitgestalten, zusammen mit der Schwimmerin Britta Steffen zwei Stunden lang Autogramme geben. Und sie hatte ein Fotoshooting mit Fußballstar-Weltmeister Per Mertesacker.

„Es war wirklich schön“, blickt die junge Athletin auf diese aufregenden Tage zurück. Und zieht auch sportlich eine positive Bilanz: „Es ist gut gelaufen“, sagt sie. Auch wenn sie mit den Plätzen vier und fünf diesmal das Siegertreppchen knapp verfehlte, ist die ehrgeizige Schwimmerin zufrieden.

Seit 2008 nimmt Hardy regelmäßig an Wettbewerben von Special Olympics Deutschland teil. Und hat bereits 29 Medaillen mit nach Hause gebracht. Bei den Nationalen Spielen in Düsseldorf 2014 errang sie sogar die Goldmedaille.

Ihr Training absolviert Hardy zum einen bei den Hannoverschen Werkstätten, zugleich ihrem Arbeitgeber. Seit einem Jahr trainiert die junge Frau zusätzlich beim WSV Bennigsen. Die Familie habe nach einem Verein für Laura gesucht, berichten die Eltern Sabine und Thomas Hardy. Beim WSV habe es keinerlei Vorbehalte gegeben, dass Laura, die mit einem Downsyndrom geboren wurde, gemeinsam mit den anderen Schwimmern trainiert.

„Sie wird von den anderen beim Training richtig mitgezogen“, berichtet Sabine Hardy. Und jeder nehme sie dort so an, wie sie sei. Laura gehe sehr gerne zum Training, berichtet ihre Mutter. Und höre sehr genau zu, was ihr Trainer Sören Vollbrecht erklärt. Derweil zieht Laura schon wieder ihre Bahnen. Und hat mit den Landesspielen 2017 das nächste sportliche Ziel bereits im Visier. Dann hat die 28-Jährige auch wieder die Chance, sich für die nächsten Special Olympics zu qualifizieren.



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