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C-Junioren der TuSpo nehmen die Krise als Chance

BAD MÜNDER. Viel ist nicht mehr los im Jahn-Stadion – zumindest in Sachen Fußball. Nur noch zwei Mannschaften gibt es bei der TuSpo Bad Münder: die Altsenioren und die C-Junioren. Dass sich daraus auch Chancen ergeben, haben die Nachwuchskicker erkannt – und eine der Kabinen nur für ihr Team hergerichtet.

Präsentieren stolz ihre eigene Kabine: Die TuSpo-C-Junioren Jannes Aunitz (v. l.), Matthis Koch, Henri Böttcher, René Sustrate, Justin Lehnhoff, Tim Vollmers und Bennet Koch mit ihrem Trainer Ralf Wilkening. . Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die meisten Umkleideräume des Stadions sehen schmucklos aus: einfache Holzbänke und Metallhaken an gelben Wänden, von denen schon die Farbe blättert. Der C-Junioren-Raum hingegen strahlt frisch gestrichen in den Vereinsfarben blau und weiß. Die Bänke sind grau lackiert, über jedem Platz gibt es jetzt ein Regalfach, das jeweils mit der Rückennummer des zugehörigen Spielers markiert ist. Über der Tür zeigt eine Digitaluhr die Zeit an, unter dem Fenster hält ein kleiner Kühlschrank die Getränke kalt.

„Da darf außer uns keiner mehr rein“, sagt Trainer Ralf Wilkening, der stolz ist auf seine Jungs – die haben ihre Kabine nämlich auf eigene Faust renoviert: „Sieben von ihnen haben im Dezember an vier Wochenenden hier gearbeitet“, sagt Wilkening. Die Eigeninitiative kommt an: „Der Hauptvorstand hat die Materialkosten übernommen“, erklärt der Trainer. Als zusätzliche Belohnung gab es jetzt auch noch eine Einladung zum Pizza-Essen – die wurde natürlich in der Kabine verzehrt.

Nur sportlich wurde der Umkleideraum noch nicht genutzt – Winterpause. „Aber es geht ja bald wieder los“, sagt Wilkening, der insgesamt 18 Spieler im Kader hat – die meisten spielen schon seit der F-Jugend zusammen. Deshalb liegen auch vier Fußbälle in verschiedenen Größen im Regal: „Unsere Ballgalerie.“

Sportlich läuft es bei den TuSpo-C-Junioren. „Wir waren die ganzen Jahre nie ganz oben, aber immer vorne dabei.“ In der Kreisliga hat die TuSpo als Zweiter hinter Klein Berkel überwintert. Wilkening hofft, dass seine Truppe zusammenbleibt, „und dass sie mal Herrenspieler werden“. Das hoffen wohl alle im Verein, denn eine frisch renovierte Kabine ist zwar schön, löst aber nicht die Probleme der Fußballsparte. „Es fehlen einfach Leute, die das Training leiten“, sagt Wilkening. Ansonsten sei alles da, was man braucht: „Das Stadion, die Geräte...“

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