weather-image
28°

Christopher Schierl: „Es hat einfach nur Spaß gemacht“

SPRINGE. Mehr als zwei Jahre lang musste er warten – am Sonntag gab Fußballer Christopher Schierl sein Comeback. Im Spiel des FC Springe beim SC Rinteln wurde er fünf Minuten vor dem Abpfiff eingewechselt. „Es war total toll und hat einfach nur Spaß gemacht“, sagt der 21-Jährige.

Seit zweieinhalb Monaten darf Christopher Schierl wieder Fußball spielen. Foto: Archiv
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Rückblende: Im Kreisligaspiel beim TSV Gestorf am 28. September 2014 bricht sich Schierl nach einem Foul das Schien- und Wadenbein. Er wird noch in der gleichen Nacht operiert – drei weitere Eingriffe folgen. Der Heilungsprozess zieht sich hin, denn der Knochen wächst zunächst nicht wieder zusammen.

Erst seit einem knappen halben Jahr darf Schierl wieder laufen, vor zweieinhalb Monaten erhielt er vom Arzt auch das Okay, wieder ernsthaft Fußball zu spielen. „Von der ursprünglichen Verletzung spüre ich nahezu nichts mehr“, sagt Schierl, „aber wenn ich mal wieder 90 Minuten durchspiele, ist der Muskelkater wahrscheinlich größer, als jeder andere Schmerz“, fügt er lachend hinzu.

Das wird so schnell nicht passieren, Schierl wird langsam wieder herangeführt von Trainer Ricardo Diaz-Garcia: „Er sagt, ich soll mir die Zeit nehmen, die ich brauche“, sagt der Defensivspieler, „das ist toll.“ Vom ganzen Team habe er in den vergangenen zwei Jahren viel Unterstützung erfahren: „Ich fand es am Anfang sehr schwer, zuzugucken und wollte eigentlich Abstand nehmen – das hat die Mannschaft aber nicht zugelassen“, sagt Schierl.

So hätten ihn die Mitspieler immer wieder motiviert zum Training zu kommen, wenn er zweifelte: „Vom Fußballerischen ist ja in den zwei Jahren nicht viel übrig geblieben“, sagt Schierl.

Seinen Kurzeinsatz in Rinteln sieht er als Belohnung für die Geduld, die ihm die lange Leidenszeit abgefordert hat. Der Hergang der Verletzung beschäftigt ihn heute nicht mehr: „Das war nur ganz am Anfang so, aber irgendwann war es mir wichtiger, mich auf die Reha zu konzentrieren“, so Schierl.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare