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Christin Tidow gibt Erfahrung weiter

BOITZUM. Als Jugendliche gehörte Christin Tidow zu den hoffnungsvollsten Talenten der deutschen Vielseitigkeitsreiterei. Mittlerweile gibt sie ihre Erfahrung als Trainerin auf dem elterlichen Hof in Boitzum weiter. Mit Erfolg: Zwei ihrer Schützlinge waren jetzt bei den Bezirks- und Regionsmeisterschaften erfolgreich.

Die 14-jährige Kea Grabasch wurde auf New Luck Regionsmeisterin. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Kea Grabasch sicherte sich bei den Regionsmeisterschaften in Twenge auf New Luck die Goldmedaille bei den Junioren. Greta Laetizia Tidow, die Nichte von Christin, wurde hier bei den Ponyreitern auf Steendiek Mac Diamond Dritte – wie schon wenige Wochen zuvor bei der Bezirksmeisterschaft in Warmeloh.

Kea aus Alferde hatte „gar nicht damit gerechnet, dass ich den Titel hole“, sagt die 14-Jährige, „ich wusste nicht mal, dass es eine Meisterschaft ist“. Sie war davon ausgegangen, dass es nur um die Sichtung für den Landeskader geht: „Die besten Zehn dürfen bei der ‚Goldenen Schärpe‘ antreten“, erklärt die ein Jahr jüngere Greta.

„Das ist eine Nachwuchsserie, bei der die Talente auf E-Niveau gefördert werden“, erklärt Christin Tidow, „am Ende gibt es ein richtiges Championat, bei dem die Mannschaften der Landesverbände antreten.“ Die Boitzumerin ist als Co-Trainerin von Landestrainer Klaus Ehrhorn ganz dicht dran.

Dritte bei den Bezirks- und Regionsmeisterschaften: Greta Laetizia Tidow auf Steendiek MacDiamond. Foto: Bertram
  • Dritte bei den Bezirks- und Regionsmeisterschaften: Greta Laetizia Tidow auf Steendiek MacDiamond. Foto: Bertram

Man müsse drei Dinge beherrschen, um ein guter Vielseitigkeitsreiter zu sein, erklärt Tidow: „Du musst schön reiten in der Dressur, gut springen und mutig sein im Gelände“, sagt sie. Hinzu käme „viel Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, weil man viel trainieren muss“.

Kea käme außerdem zugute, „dass sie ein erfahrenes Pferd bekommen hat“. Den neunjährigen Hannoveraner Wallach New Luck hatte Tidow während ihrer Lehrzeit auf dem Hof von Olympiasieger Andreas Dibowski selbst eingeritten. „Aber jedes Pferd ist nur so gut wie sein Reiter, das sollte sich die Waage halten“, sagt sie.

Im vorigen Jahr übernahm Kea den Schimmel. „Ich bin schon vorher mit meinem Pflegepony im Gelände geritten“, erzählt sie. Die Ausritte in der Natur machen ihr immer noch am meisten Spaß, „da kann man auch gleich fürs Gelände üben“, sagt sie.

Die Dressur ist dagegen nicht gerade ihre Lieblingsdisziplin – Gretas auch nicht: „Es ist ziemlich langweilig, weil es so perfekt sein muss“, sagt die 13-Jährige, die schon seit ihrem dritten Lebensjahr reitet. „Ich habe mit Voltigieren angefangen“, erzählt sie, „mein erstes Pony hatte ich mit fünf.“ Steendiek Mac Diamond reitet sie seit drei Jahren und merkte schnell: „Vielseitigkeit könnte mit ihm was werden.“ 2016 ritt sie ihr erstes Turnier, im vorigen Jahr war sie als Ersatzreiterin für die „Goldene Schärpe“ nominiert.

Die beiden trainieren fast jeden Tag, um es in den Landeskader zu schaffen. Die nächste Etappe dahin ist ein weiteres Sichtungsturnier mit Landestrainer Ehrhorn am nächsten Wochenende in Beedenbostel.

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