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Christian Senft: Die erfolgreichste Zeit seines Lebens

BAD MÜNDER. Er hat in seinem Sport so ziemlich alles erreicht, was man erreichen kann. 17 Jahre nach seiner internationalen Premiere durfte Christian Senft zum ersten Mal die Nationalhymne mitsingen. Und sein jüngster Erfolg liegt erst wenige Tage zurück.

Auf dem Höhepunkt angekommen: Europameister Christian Senft vom Redfire Kampfsport Team Bad Münder. Foto: Privat

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dennis scharf

Bei den kontinentalen Taekwondo-Titelkämpfen im türkischen Antalya krönte sich der Sportwissenschaftler zum Europameister in der U50-Klasse. Zudem holte er Bronze mit dem Ü30-Team. „Es war sehr emotional und ein Wahnsinnsgefühl“, sagt der Champion.

Bei der Weltmeisterschaft in Taiwan musste sich der Lehrer für Sport und Gesundheit im Dezember nur einem Athleten aus Korea, dem Mutterland des Taekwondo, geschlagen geben. „Einen Titel kann man nicht planen. Man kann nur die eigene Leistung beeinflussen. Dafür habe ich alles getan, was als Amateursportler möglich ist. Jede übrige Minute habe ich für meinen Sport aufgewendet“, erzählt Senft. Die technischen Bewegungsabläufe des traditionellen Formenlaufs des Taekwondo, dem Poomsae, hat der Europameister optimiert. Auch konditionell müsse man immer voll auf der Höhe sein, um erfolgreich zu bleiben. „Ich war schon immer sehr ehrgeizig und bin es geblieben. Ich habe lange darauf hintrainiert, um einmal ganz oben zu stehen.“

Damit hat sich Senft einen lange gehegten Traum erfüllt. Der WM-Titel wäre natürlich das I-Tüpfelchen einer herausragenden Sportkarriere. „Ich habe alles erreicht, was ich mir auf die Fahne geschrieben habe. Viel mehr geht nicht. Bei einer Weltmeisterschaft gegen einen Profi aus Korea zu bestehen, ist allerdings extrem schwierig“, berichtet Senft. Zum Vergleich: Während im Iran fünf Millionen Menschen Taekwondo betreiben, ist die Entwicklung hierzulande ins Stocken geraten. Derzeit üben etwa 55.000 Sportler in Deutschland die Kampfkunst aus. „Im Iran, in Korea oder Thailand sind die Besten alle Profis, da gibt es eine ganz andere Auslese.“

Die Mitgliederzahlen in Deutschland sind hingegen rückläufig, das Redfire Kampfsport Team in Bad Münder gilt als rühmliche Ausnahme. „Bei uns steigen die Mitgliederzahlen, weil viele Leute mit hohem Engagement bei der Sache sind und alle an einem Strang ziehen“, lobt Senft, der neben den zahlreichen Aufgaben als Sportler und Trainer auch das Amt des Vereinspräsidenten bekleidet.



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