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Stürmer des FC Springe hält Kritik nur zum Teil für berechtigt / Morgen gegen den FC Stadthagen

Chancentod? Nozon will das Gegenteil beweisen

Fußball (jab). Eine eingebaute Torgarantie hat Maik Nozon nicht unbedingt. Aber der Chancentod, als den ihn manche Fans von Bezirksligist FC Springe hinstellen, ist er auch nicht. Das bewies der 35-Jährige zuletzt bei Preußen Hameln II, wo er bei der 3:6-Niederlage zwei Tore selbst erzielte und eines vorbereitete. Morgen (16 Uhr) gastiert der FC Stadthagen an der Harmsmühlenstraße. Dann will Nozon nachlegen.

Maik Nozon (r.) ist immer mit vollem Einsatz dabei. Beim 3:6 zul

Nicht nur er. Die ganze Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis. Im Hinspiel gegen den FC Stadthagen am fünften Spieltag kassierten die Springer beim 0:3 ihre erste Saisonniederlage. Seitdem gewannen sie nur noch eins von elf Spielen. „Der Knackpunkt“, sagt Nozon, „war das Spiel gegen Holzminden.“ Das verlor der FCS nach 1:0-Führung 1:3. „Von da an ging es bergab.“

Trotz der Niederlage in Stadthagen rechnet Nozon seinem Team gute Chancen auf einen Sieg aus: „Eigentlich liegen die uns. Im Hinspiel waren wir aber wirklich schlecht.“ Die schwierigen Platzverhältnisse sieht er als Vorteil: „Der Boden ist tief und weich, da sind Dynamik und Kondition entscheidend.“ Beides stimmt, so Nozon: „Der Trainer scheucht uns ja ordentlich.“

FCS-Coach Franz Genschick arbeitete auch die 3:6-Niederlage in Hameln auf, hielt im Dienstagstraining eine lange Ansprache, gab jedem Spieler eine Einzelkritik. „Jeder weiß, woran er zu arbeiten hat“, sagt Nozon.

Was das für ihn bedeutet, verrät er nicht. Die Kritik einiger Fans an seiner Person akzeptiert er nur bedingt. „Hin und wieder ist sie sicherlich berechtigt“, sagt er. „Aber mit sechs Toren und elf Torvorlagen stehe ich ja auch nicht ganz schlecht da.“ Nozon ist nicht der eiskalte Vollstrecker, der im Strafraum auf Anspiele wartet. Er ist eher der Wühler, einer, der im gegnerischen Strafraum für Unruhe sorgt.

In der unruhigen Winterpause, als das schwache Abschneiden in der Halle die schlechte Stimmung beim FCS noch verstärkte, wurden die Gerüchte immer lauter, Nozon würde in der kommenden Saison zu den Alten Herren wechseln. Das sei noch nicht entschieden, so der Stürmer: „Ich halte mir die Zukunft offen.“

Die hält zunächst die Partie gegen Stadthagen bereit. Darauf seien alle Spieler heiß, sagt Nozon: „Endlich geht es wieder auf den Rasen.“

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