weather-image
14°
Der FC Eldagsen hat einen kleinen Durchhänger, der Trainer bleibt aber gelassen

Bürst: „Ich bin der Prellbock für die Jungs“

Fußball. Mit drei Siegen in Folge – unter anderem gegen Topfavorit Holzminden und im Derby gegen den FC Springe – hatte Vorjahresmeister FC Eldagsen vor einigen Wochen wieder Tuchfühlung zur Spitze der Bezirksliga 4 aufgenommen. Doch jetzt ist der FCE-Motor ins Stottern geraten. Aus den letzten zwei Partien gegen die Mittelfeld-Teams aus Exten und Evesen gab es nur einen Punkt. Trainer Karsten Bürst betreibt im Gespräch mit NDZ-Sportredakteur Jan-Erik Bertram Ursachenforschung.

270_008_4902190_spo_Buerst4.jpg

Von einer Krise kann man nach zwei Spielen ohne Sieg nicht sprechen, aber einen Durchhänger hat Ihre Mannschaft schon, oder?

Ja, den haben wir. Gerade nach vorne können wir gewisse Dinge nicht umsetzen.

Warum nicht?

Da spielen bei einigen Spielern private Gründe mit rein, die sie mit auf den Platz nehmen. Wir haben das früher ausgeblendet. Ein gravierender Grund, warum wir uns kaum Chancen rausarbeiten, ist aber auch, dass André Gehrke nicht mehr so viele Freiräume hat, wie im letzten Jahr. Zuletzt stand ihm 90 Minuten einer auf den Füßen, ihm wird im Moment die Lust am Fußball genommen.

Die meisten Verletzten sind doch zurück, es gibt Alternativen.

Stimmt, es wird am Sonntag bei Germania Hagen sicher die eine oder andere Umstellung geben. Sebastian Westenfeld ist aus dem Urlaub zurück, den brauche ich im Mittelfeld. Der geht die Linie rauf und runter und reißt die Leute auch mal mit.

Über die Außen ging zuletzt wenig.

Ja, gerade gegen eine defensive Viererkette, wie die von Evesen, wo die Außenverteidiger gar nichts nach vorne machen, erwarte ich mehr Druck über außen. Wir arbeiten dran und versuchen, es umzusetzen.

Vorne drückt zurzeit der Schuh, hinten können Sie eigentlich ganz zufrieden sein, oder?

Die Defensive ist okay. Oli Geide steht sicher als Libero und spielt gut hinten raus. Und mit Adrian Gottschalk, Sascha Voges, Benjamin Timmermann und Heinrich Eicke haben wir vier Manndecker auf hohem Niveau. Die Mannschaft ist auch intakt, nur spielerisch gelingen und zurzeit nicht so viele Dinge.

Spielt das Sommertheater um das Aufstiegsverbot da noch eine Rolle?

Bei einigen merkt man, dass sie richtig angefressen sind deswegen, andere haben es ganz gut verarbeitet. Besonders in der Vorbereitung hat es uns schon begleitet, aber jetzt sind zwölf Spieltage rum, darauf können wir uns jetzt nicht mehr rausreden. Die Mannschaft ist ja zusammengeblieben und wurde sogar noch verstärkt.

Die Zuschauer in Eldagsen sind bekannt dafür, schnell mit Kritik bei der Hand zu sein – ist es im Moment noch ruhig im Umfeld?

Nein, die Kritik ist schon da. Damit müssen wir aber leben. Wer Eintritt zahlt, will Leistung sehen, und spielerisch war es zuletzt nicht so toll. Ich kann verstehen, wenn die Zuschauer rummäkeln. Aber die Kritik muss konstruktiv bleiben. Und die Leute sollen meine Spieler nicht anmeckern, sondern zu mir kommen. Ich stelle die Mannschaft auf, ich bin der Prellbock für die Jungs. Und man darf auch nicht vergessen. Wir sind Fünfter und zu Hause noch ungeschlagen – es ist also alles im grünen Bereich.



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt