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Herren fühlen sich von den Schiedsrichtern benachteiligt

Bisons legen Protest ein

Eldagsen. Das war ein gebrauchtes Wochenende für die Rollhockey-Bundesliga-Mannschaften des SC Bison Calenberg. Sowohl die Damen als auch die Herren verloren ihre Heimspiele gegen die TuS Düsseldorf-Nord. Die Partie der Herren wird zudem noch ein Nachspiel haben.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Eldagsen. Das war ein gebrauchtes Wochenende für die Rollhockey-Bundesliga-Mannschaften des SC Bison Calenberg. Sowohl die Damen als auch die Herren verloren ihre Heimspiele gegen die TuS Düsseldorf-Nord. Die Partie der Herren wird zudem noch ein Nachspiel haben – denn die Gastgeber haben gegen die Wertung des 5:7 (1:1) Protest eingelegt.

Klaus Johansson war nach der Partie vollkommen außer sich. Die Unparteiischen hatten den Zorn des Bison-Vorsitzenden auf sich gezogen – und nicht nur seinen. „Ich habe noch nie erlebt, dass die Schiedsrichter ein Spiel so verpfiffen haben. Eigentlich hätte man aus Protest vom Spielfeld gehen müssen“, sagte auch Kapitän Milan Brandt. Der hatte nach einem Foul in der Schlussminute seine dritte Zeitstrafe kassiert – zwei gab es zuvor wegen Meckerns – und muss nun im nächsten Spiel gegen Remscheid aussetzen.

Der größere Aufreger ereignete sich deutlich früher. Bison-Torhüter Tim Richter war benommen liegen geblieben, nachdem Düsseldorfs Jonas Pink ihn mit dem Schläger am Hals getroffen hatte. Nach Ansicht der Bisons hätten die Schiedsrichter das Spiel unterbrechen müssen – sie ließen aber weiterlaufen und Pink schoss zur Düsseldorfer 5:3-Führung ein (34.). Im Gegenzug wurde ein Treffer von Brandt nicht gegeben. Dennoch schafften Mateus Luther (36.) und Brandt (38.) noch den Ausgleich. Die Düsseldorfer gingen wieder in Führung – und machten den Sack endgültig zu, als Brandt wegen Meckerns insgesamt vier Minuten auf der Strafbank verbringen musste.

Auch im Publikum schäumten die Emotionen über – ein Bison-„Fan“ schlug nach dem Spiel den Düsseldorfer Torwart. „Spielerisch steigern wir uns immerhin von Woche zu Woche“, so Brandt.

SC Bison: Kaas, Richter – Brandt (3), Luther (2), Rocha, L. Johansson, R. Johansson, Leitmann.

Um nicht weiter in Rage zu geraten verzichtete er beim anschließenden Spiel darauf, die von ihm trainierten Bison-Damen an der Bande zu coachen. Als Zuschauer verfolgte er die erste Niederlage seiner Mannschaft, die das Topspiel mit 6:7 (3:3) verlor. Im Kampf um den zweiten Platz hinter der Übermannschaft aus Iserlohn haben die Düsseldorferinnen nun die besseren Karten.

Die Gäste legten eine schnelle 2:0-Führung vor, die Anna Hartje per Doppelpack sowie Britt-Stina Johansson drehten. Kim-Alina Henckels hätte die Führung auf 4:2 erhöhen können, setzte ein Penalty jedoch an die Latte. Stattdessen glich Düsseldorf per Konter noch vor der Pause aus.

Nach dem Seitenwechsel legte die TuS mehrmals vor, Henckels glich zum 4:4 und 6:6 aus – Hartje traf zum zwischenzeitlichen 5:6. Nach dem 6:7 drei Minuten vor Schluss kamen die Bisons aber nicht mehr zurück. „Die kämpferische Leistung hat gestimmt“, so Brandt, „leider hatte unsere sonst so starke Torhüterin Claudia Mayer einen schlechten Tag. Das hat uns den Sieg gekostet.“

SC Bison: Mayer – Hartje (3), Henckels (2), B. Johansson (1), Dobbratz, Hasenheit, Schulze.



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