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Bison-Damen verlieren fast so deutlich wie im Hinspiel

ELDAGSEN. Dass sie auf internationalem Parkett mithalten können, wollten die Rollhockey-Damen des SC Bison Calenberg im Europapokal-Rückspiel gegen den Stuart HC Massama beweisen – doch sie blieben besonders vor der Pause alles schuldig, was man braucht, um einen Gegner auf diesem Niveau in Verlegenheit zu bringen. Nach dem 1:10 im Hinspiel in Portugal setzte es auch in eigener Halle mit 2:10 (1:8) eine deutliche Klatsche.

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Dass sie die nächste Runde nicht erreichen würden, war den Bisons nach dem Hinspiel klar. In Portugal hatten sie aber zumindest lange mitgehalten, deutlich war es erst in der letzten Viertelstunde geworden. Jetzt war es umgekehrt. Nach fünf Minuten führten die Gäste mit 3:0 – gefühlt hatten die Bison-Damen in dieser Zeit insgesamt 30 Sekunden lang den Ball. „Ich bin von der ersten Halbzeit maßlos enttäuscht, wir haben es Massama viel zu einfach gemacht“, ärgerte sich Bison-Trainer Milan Brandt.

Von ihrer kleinen und glatten Bahn hatten die Gastgeberinnen sich einen Vorteil erhofft. Doch die Portugiesinnen, die eine deutlich größere Spielfläche gewohnt sind, rutschten nur einmal aus. Und das im Wortsinn. Nach dem Sturz von Adriana Costa schnappte sich Kim-Alina Henckels den Ball und verkürzte auf 1:3 (6.).

Massama war einfach in allen Belangen überlegen. Die Gäste waren kaum vom Ball zu trennen und machten so gut die Räume eng, dass Bison-Kapitänin Britt-Stina Johansson in einer Szene kurz vor der Pause den Ball nach vorne ins Nichts schlug und frustriert rief: „Wo soll ich denn hinspielen?“

Nach dem Seitenwechsel rissen die Gastgeberinnen sich noch einmal zusammen, kämpften und gestalteten den Rest der Partie – jetzt mit der routinierten Claudia Mayer im Tor – ausgeglichener. Henckels erzielte auch den zweiten Bison-Treffer zum zwischenzeitlichen 2:9 (38.). Es war das letzte Pflichtspiel der Damen in diesem Jahr. Die Mannschaft werde sich aber sicher noch einmal zusammensetzen, sagte Kapitänin Johansson, schließlich lief es zuletzt auch in der Bundesliga nicht rund für den Vizemeister. „Irgendwie herrscht gerade eine unzufriedene Stimmung bei uns“, so Johansson, „ich weiß auch nicht, woran das liegt.“

SC Bison: Sturm, Mayer – Henckels (2), Johansson, Hartje, Dobbratz, Schulze, Hasenheit, Paul, Nowotka.



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