weather-image
15°

Bison-Damen im Europapokal gegen vier Weltmeisterinnen

ELDAGSEN. Sie hat eine EM und eine WM gespielt und stand mit den Rollhockey-Frauen des SC Bison Calenberg auch schon im vorigen Jahr im Europapokal. Von Routine kann bei Torjägerin Anna Hartje aber keine Rede sein, wenn ihre Bisons am Sonnabend (16 Uhr) den HC Gijon zum Erstrunden-Hinspiel in der Euroleague empfangen.

Anna Hartje freut sich auf das Euroleague-Heimspiel gegen Gijon.
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Das ist auf jeden Fall noch was Besonderes. Ich freu’ mich mega drauf“, sagt Springes amtierende Sportlerin des Jahres vor dem Heimspiel gegen den spanischen Tabellenführer.

Hartje ist neben Britt-Stina Johansson und Kim-Alina Henckels eine von drei WM-Teilnehmerinnen bei den Bisons, Emma Schulze und Lisa Dobbratz gehören ebenfalls zum erweiteren Kreis der Nationalmannschaft. Dennoch sind die Gastgeberinnen krasse Außenseiter, denn die Spanierinnen haben mit Anna Cassaramona, Sara und Marta Gonzalez sowie Maria Diez gleich vier Spielerinnen im Kader, die Ende September in Chile Weltmeisterinnen wurden. „Besonders vor Anna Cassaramona müssen wir uns in Acht nehmen“, sagt Hartje. „Die ist bei der EM im vorigen Jahr zur besten Spielerin des Turniers gewählt worden.“

Die Chance aufs Weiterkommen für die Bisons geht gegen Null. „Aber es wird eine super Erfahrung, besonders für diejenigen von uns, die noch nicht international gespielt haben“, sagt Hartje.

Im Heimspiel wollen die Gastgeberinnen den großen Favoriten „ein bisschen ärgern“. Vorteil Bisons: Gijon ist es gewohnt, auf einer 22 mal 40 Meter großen Bahn zu spielen. Die Spielfläche in der Eldagsener Turnhalle misst 17 mal 36 Meter. „Das ist ein Riesenunterschied“, sagt SCBC-Trainer Milan Brandt. Hinzu kommt: „Unsere Bahn ist spiegelglatt“, so Hartje, „das wird eine schöne Rutschpartie.“

Die Eldagsenerinnen wollen das Ergebnis in Grenzen halten. Deshalb beginnen sie mit einer extrem defensiven Abwehr-Raute und setzen auf Konter. „Wenn wir von der ersten Minute an diszipliniert spielen, können wir die Partie eng halten“, sagt Brandt.

Der steht ab 18 Uhr als Spieler selbst auf der Platte. Dann treten die Bison-Herren im Bundesliga-Heimspiel gegen die IGR Remscheid an. „Die haben einen Lauf, seit sie Pokalsieger geworden sind“, sagt Brandt. Dennoch soll die IGR die erste Spitzenmannschaft sein, gegen die die Bisons in dieser Saison punkten. Dabei helfen soll wieder Routinier Joao Rocha, der junge Manuel Bässler setzt dafür aus. „Aus den nächsten drei Spielen habe ich mir sechs Punkte zum Ziel gesetzt. Es dürfen aber auch neun sein“, sagt Brandt.

Weiterführende Artikel
    Kommentare