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HF-Torjäger Maximilian Kolditz über die Anspannung vor und die Party nach der erfolgreichen Zweitliga-Relegation

„Bis Montag früh gefeiert“

Springe. Linksaußen Maximilian Kolditz ist nicht nur der beste Saisontorschütze, sondern auch der Partybeauftragte der Handballfreunde Springe. Kein Wunder, dass er gestern – knapp drei Tage, nachdem die Springer den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machten – noch nicht besonders gut bei Stimme war, wie NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram im Gespräch mit ihm feststellte.

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Warum so heiser? Sie hatten doch ein Megafon, als Sie die Jubelgesänge angestimmt haben.

Das hatte ich vor der Relegation extra noch bestellt, weil ich zu hundert Prozent davon ausgegangen bin, dass wir den Aufstieg schaffen.

Die Mannschaft ist erst in der Nacht zu Sonntag zurückgekehrt, mittags war schon die Aufstiegsparty am Clubheim – hat zwischendurch überhaupt jemand geschlafen?

Kaum einer. Wir sind nach der Ankunft in Springe noch durch Hannover gezogen, dann ging es am Clubheim weiter – die Feierei hatte sich erst Montag früh erledigt.

Hat die Mannschaft jetzt Urlaub, oder gibt es noch ein Abschlusstraining?

Am Mittwoch trainieren wir noch ein letztes Mal für diese Saison, essen danach eine Kleinigkeit und trinken noch ein Bierchen zusammen. Freitag geht es dann für die meisten von uns nach Mallorca zur Mannschaftsfahrt.

Wie war die Stimmung in Dresden vor den Relegationsspielen.

Als wir mit dem Bus vom Hotel zur Halle gefahren sind, war die Anspannung deutlich spürbar. Auch in der Kabine noch. Arek (Bosy, HF-Kreisläufer; d. Red.), der sonst immer ganz cool ist, hat so laut geatmet, dass ich mir fast Sorgen gemacht habe (lacht). Als dann beim Aufwärmen der Fanfarenzug einmarschierte, hatten wir alle Gänsehaut. Das hat uns aber auch gepusht.

Das Spiel gegen Dresden war zäh…

…es war der erwartet schwere Gegner. Wir wussten aber auch, dass Elbflorenz irgendwann die Kraft ausgeht. Die Physis war die ganze Saison unsere Stärke. Und das Mannschaftsgefüge. Es gibt keine Grüppchenbildung – wenn wir losziehen, ziehen wir als Team los.

Wie groß ist der Anteil von Trainer Sven Lakenmacher am Erfolg?

Der Anteil ist enorm. Er ist bei jedem Spiel emotional voll dabei, kann uns motivieren und hat gezeigt, dass er super mit jungen Spielern arbeiten kann. Sein Training ist wahnsinnig abwechslungsreich und er gibt jedem Spieler das Gefühl, dass er ein wichtiger Bestandteil des Ganzen ist.

Hat Ihnen das geholfen? Sie waren ja vor der Saison schon fast weg, weil Sie keinen guten Draht zu Lakenmachers Vorgänger Holger Schneider hatten.

Ich habe gleich gemerkt, dass Laki auf jeden Einzelnen zählt, auch auf mich. Das gibt Selbstvertrauen, ich habe mir Würfe genommen, die ich mir vor ein oder zwei Jahren noch nicht genommen hätte.

Sie haben sich in dieser Saison zum Toptorjäger der HF gemausert.

Ich bin aber sicher, dass ich noch besser spielen kann. Und in Dresden lief es bei mir nicht so gut. Ich bin extrem froh gewesen, dass Fabi (Hinz; d. Red.) da war und in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht hat.

Wie hart wird die 2. Liga?

Knüppelhart. Es werden ja 21 Teams sein, also wird es fünf Absteiger geben, wenn die 2. Liga nicht wieder zweigleisig wird, was anscheinend auch diskutiert wird. Und es kommen vier super Mannschaften aus der 1. Liga runter. Ich habe viele Zweitliga-Spiele in Hildesheim gesehen in dieser Saison, weil ich gleich hinter der Arena wohne. Es wird für uns ganz klar nur um den Klassenerhalt gehen – aber der Unterschied zu den unteren Teams ist nicht so enorm, dass wir sie nicht schlagen können.

Sie haben lange in Hildesheim gespielt – sind Sie enttäuscht, dass es keine Derbys gibt?

Ich finde es super schade für die Mannschaft, weil viele Freunde von mir noch da stehen. Aber ich freue mich vor allem für uns. Und vielleicht haben wir ja nächstes Jahr wieder Derbys, wenn wir drinbleiben und Hildesheim wieder aufsteigt.



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