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Bei Springes Trainer Diaz-Garcia steigt der Frust

SPRINGE. Ricardo Diaz-Garcia, der Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Springe, ist immer noch angefressen. Unmittelbar nach dem 1:2 bei Germania Grasdorf war noch der Schiedsrichter das Ziel seines Zorns gewesen. Mittlerweile nimmt er eher seine Mannschaft ins Visier.

Sah schon mal zufriedener aus: FCS- Coach Ricardo Diaz-Garcia war von seiner Mannschaft zuletzt enttäuscht. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Die vielen Nebenkriegsschauplätze gehen mir auf den Sack“, sagt Diaz-Garcia. Er vermisst die Selbstkritik bei einigen Spielern, „die diskutieren, warum sie auf der Bank sitzen und andere nicht“. Auch die Einstellung bei Teilen der Mannschaft gefällt ihm nicht. „Wir haben alle einen Job und ein Privatleben, trotzdem kann man es schaffen, zweimal in der Woche zu trainieren“, sagt der FCS-Coach. Lobend hebt er dabei Refasst Hasso hervor, „der kommt aus Hannover zu jedem Training, andere, die in Springe wohnen, schaffen das nicht“.

Auch die Einstellung auf dem Platz hat ihm zuletzt nicht gepasst. „In der Hinsicht war Grasdorf eine Klasse besser“, sagt Diaz-Garcia. In der Beziehung gibt André Buchholz ihm Recht: „Die Mentalität hat in der einen oder anderen Situation nicht gestimmt“, sagt der FCS-Kapitän. Die Mannschaft hätte zu viel diskutiert, „dadurch haben wir uns selbst um das Spiel gebracht“.

Die Ergebniskrise verstärkt Frust beim Trainer. Aus den letzten vier Partien holte Springe nur einen Punkt: „Wenn wir gewinnen würden und Dritter oder Vierter wären, würde über diese Dinge keiner sprechen“, sagt Diaz-Garcia, der sicher ist: „Wenn alle aufhören, nach rechts und links zu gucken und sich wieder auf sich konzentrieren, dann kommen auch die Erfolge wieder.“

Zeit wird es. Der erste direkte Abstiegsplatz ist nur noch vier Zähler entfernt. Inne hat ihn derzeit der SV Obernkirchen, der am Sonntag (14 Uhr) in Springe gastiert. „Die sind genau so ekelhaft zu spielen wie Grasdorf“, sagt Diaz-Garcia, „die sind zweikampfstark und extrem robust in der Abwehr.“ Die Frage ist, ob überhaupt gespielt werden kann. Trainiert hat die Mannschaft in dieser Woche in der Halle. „Wir haben was im läuferischen Bereich gemacht, da wollen wir in den letzten Spielen vor der Winterpause zulegen, gerade weil die Plätze so tief sind“, sagt André Buchholz, der den beruflich verhinderten Diaz-Garcia beim Training vertreten hat.

Letzterer würde gegen Obernkirchen auch auf Asche spielen, will die Entscheidung aber der Mannschaft überlassen. „Ich glaube nicht, das ist ja kein unwichtiges Spiel, das würden wir gerne auf Rasen spielen“, sagt Buchholz.

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