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Ob suspendiert oder von sich aus gegangen: Rouven Kirsch zu impulsiv für die Kreisliga-Elf des VfB Eimbeckhausen

„Bei einigen reicht es halt nicht konstant für die Startelf“

Fußball (jab). Was darf sich ein Spieler im Umgang mit seinem Trainer erlauben und umgekehrt? Um diese Frage geht es eigentlich im Streit beim VfB Eimbeckhausen, der für die Spieler Rouven Kirsch und Dennis Sürig kürzlich damit endete, dass sie – zumindest unter Trainer Michael Wehmann – kein Spiel mehr für den Kreisligisten bestreiten werden. Die Antwort fällt, je nach Standpunkt, naturgemäß unterschiedlich aus.


Die Dissonanzen zwischen Trainer und Spielern erreichten beim Spiel in Bisperode, das der VfB am 8. April mit 2:4 verlor, ihren Höhepunkt. Kirsch verweigerte zehn Minuten vor Schluss seine Einwechslung. „Ich habe darin keinen Sinn gesehen, wir lagen schon 1:4 hinten, ich wollte mich für die Zweite freispielen, denen kann ich wenigstens noch helfen“, sagt Kirsch, der sich zuvor schon ein Wortgefecht mit Co-Trainer Peter Kother geliefert hatte. Kirsch legt Wert darauf, nicht suspendiert worden zu sein: „Ich habe dem Trainer eine SMS geschickt, dass die Erste für mich gestorben ist“, sagt er. Somit dürfte er seine Suspendierung allenfalls zuvorgekommen sein. „Wer sich nicht einwechseln lassen will, lässt die Mannschaft im Stich“, sagt Wehmann – ein Verhalten, das er nicht toleriert.

Er hat offenbar die Mannschaft hinter sich, zumindest den Kapitän: „Seit Rouven nicht mehr dabei ist, ist die Atmosphäre im Training lockerer“, sagt Mario Prochnau. Kirsch sei unbestritten ein guter Fußballer, „aber viel zu impulsiv. Als junger Spieler, der nur einmal pro Woche trainieren kann, kann er nicht erwarten, dass er immer von Beginn an spielt.“

Auch Sürig habe von sich aus die erste Mannschaft verlassen, sagt Kirsch. Er sei verärgert gewesen, dass Wehmann ihn mehrmals kurz vor Spielbeginn noch aus dem Kader gestrichen habe. Wehmann wiederum ist Sürigs Unzuverlässigkeit sauer aufgestoßen: „Wir haben um 19 Uhr in Bisperode gespielt, um 17 Uhr hat er sich per SMS abgemeldet. Ich habe sofort geantwortet und eine Begründung verlangt, sie aber bis heute nicht erhalten“, sagt Wehmann, der sich von Kirsch auch noch den Vorwurf gefallen lassen muss, nach Sympathie aufzustellen. Auch in der Sache erhält der Coach Rückendeckung vom Kapitän: „Das ist Quatsch, in dieser Beziehung kennt er keine Freunde, dafür ist er zu erfolgsorientiert. Bei einigen reicht es halt nicht konstant für die Startelf.“



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