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Barfelde, Braunschwig oder Ballermann...

Springe/Bad Münder. 42,195 Kilometer durch die Stadt an einem sonnigen Tag? Für den Andre Nikolaiczyk aus Beber-Rohrsen und seine Lebensgefährtin Nicole Lerbs klingt das durchaus noch reizvoll – die beiden sind deshalb beim Marathon in Palma de Mallorca gestartet. Ein Trio vom SC Bad Münder dagegen suchte nach unzähligen „normalen“ Marathons ganz andere Herausforderungen: Klaus Peschke, Detlef Erasmus und Imre Morva waren beim 2. „Zeittunnelmarathon“ in Barfelde dabei.

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„Den schnellsten Marathon in deiner Karriere“ versprechen die Barfelder Veranstalter ihren Teilnehmern. Das schaffen sie, weil sie auf den Urkunden nur die Startzeit und die Uhrzeit des Zieleinlaufs vermerken. Der Trick: Der Lauf wurde Sonntagfrüh um 1 Uhr gestartet – während des Rennens wurde die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Sich mitten in der Nacht für einen Marathon aus dem Bett quälen? Für Peschke kein Problem: „Das kenne ich, ich habe früher oft Nachtläufe gemacht, auch viel längere“, sagt der 73-Jährige. Nach 15 von 20 Runden durch Barfelde stieg er jedoch wegen Problemen mit dem Sprunggelenk aus. „Ich hätte auch durchlaufen können, aber ich muss mir nichts mehr beweisen“, so Peschke.

Erasmus und Morva genossen die Atmosphäre mit Lagerfeuern, Musik und Halloweenpartys entlang der Strecke bis zum Schluss und kamen um 3:49 Uhr (Morva) und 3:57 Uhr (Erasmus) als Neunter und Elfter ins Ziel...

Nur rechnerisch langsamer waren Lerbs und Nikolaiczyk am „Ballermann“. Bei sommerlichen 28 Grad bewältigten beide die Strecke in persönlichen Bestzeiten. Lerbs belegte in der Gesamtwertung der Frauen in 3:34,25 Stunden den starken 15. Platz, 3:27,53 Stunden bedeuteten für Nikolaiczyk unter knapp 11 000 Teilnehmern aus 62 Nationen Platz 220 in der Herrenwertung.

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  • ...während Imre Morva (v. l.), Klaus Peschke und Detlef Erasmus in Barfelde durch die Nacht laufen. pr (2)

Noch schneller war Carsten Sandin beim Braunschweig-Marathon. Der Vorsitzende des LAV Springe belegte dort in 3:14,39 Stunden den fünften Platz in der Gesamtwertung. „Die Zeit ist absolut indiskutabel“, ärgerte sich Sandin, dem ab Kilometer 34 allerdings der böige Wind einen Strich durch die Rechnung machte.jab

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