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Jonna Tilgner startet bei Landesmeisterschaft

Aus Südafrikas Sonne ins kalte Hannover

Leichtathletik (olz). „Ich bin heiß auf die Europameisterschaften im Juli in Barcelona“, erzählt die frühere Bakederin Jonna Tilgner vom Bremer LT mit strahlenden Augen. Gerade ist sie mit dem Nationalteam aus Stellenbosch in der Wärme Südafrikas zurückgekommen und erzählt mit leichtem Schaudern in der Kälte Hannovers von über 30 Grad Celsius und tollen Trainingsbedingungen, die sie seit Neujahr genossen hat.

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Tilgner, die bei den Weltmeisterschaften in Berlin auf ihrer Lieblingsdisziplin, 400 Meter Hürden, bis ins Halbfinale kam, nutzte ihre Visite bei den Landesmeisterschaften in Hannover, um in den 200-Meter-Rennen ihre Schnelligkeit in Richtung der 400 Meter zu verbessern. „Nach dem Sieg im Finale in 24,67 Sekunden bin ich auch etwas zufriedener als mit dem Vorlauf“, gibt sie sich selbstkritisch auf dem Weg zum ersten Saisonziel, den deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Karlsruhe.

Dass sie für den Länderkampf am kommenden Wochenende in Glasgow nicht nominiert wurde, macht sie nicht traurig: „Ich brauche erst noch ein paar Rennen in der Halle über 200 Meter“, sagt sie.

Die Psychologie-Studentin befindet sich jetzt am Ende des neunten Semesters und wird nach den Europameisterschaften mit ihrer Diplomarbeit beginnen. „Bis dahin hat der Leistungssport allerdings Priorität, denn die 400 Meter Hürden und der Einsatz in der deutschen 4 x 400-Meter-Staffel sind ein lohnendes Ziel“, erzählt die Bundeskader-Athletin, die nie vergisst, herzliche Grüße nach Bakede zu schicken – denn dort sitzen mit Sicherheit im Sommer wieder ihre Fans vor den TV-Geräten und drücken ihr die Daumen.

Auch der Münderaner Felix Hohlweck, der für die LG Weserbergland startet, holte in Hannover einen Titel. Er gewann mit der 4 x 400-Meter-Herrenstaffel der LG. Nach den Läufen von Hendrik Prinzhorn, Steffen Rothmann und Julian Meier lag das Team auf dem zweiten Platz. „Jetzt oder nie habe ich gedacht, sofort angegriffen, den Führenden überholt und für unser Team den Sieg nach Hause gelaufen“, sagt Hohlweck, der wegen seines Trainingsrückstandes auf sein 800-Meter-Rennen verzichtet hatte, um den Staffelsieg nicht zu gefährden.

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