weather-image
Springes neuer A-Junioren-Coach Stefan Hartung war einst Co-Trainer von Andreas Möller

Auf Du und Du mit dem Weltmeister

Fußball (jab). „Als Spieler war ich ein Egoist“, sagt Stefan Hartung. Heute weiß er: „Man ist nie allein auf dem Platz. Ich brauche keine herausragenden Einzelspieler, sondern ein Team, das funktioniert.“ Zu einem solchen will der 41-Jährige die A-Junioren des FC Springe machen, die in der abgelaufenen Saison knapp den Klassenerhalt in der Bezirksliga schafften. FCS-Jugendleiter Uwe Fülberg hat Hartung jetzt als Nachfolger von Christian Krone vorgestellt.

270_008_5600486_spo_fuelberghartung.jpg

Hartung hat einen prominenten Lehrmeister: In der Saison 2007/2008 gehörte er zum Trainerstab von Welt- und Europameister Andreas Möller beim damaligen Oberligisten Viktoria Aschaffenburg. Erst kurz zuvor hatte er seine C-Lizenz erworben. Parallel trainierte er eine Jugendmannschaft, mit der er in den Bezirk aufstieg. „Das war nicht schlecht fürs erste Jahr“, sagt Hartung.

Der Beruf hatte ihn 2006 nach Süddeutschland verschlagen. Davor hatte er fast 15 Jahre Fußball-Pause gehabt. Ein schwerer Autounfall mit 19 stoppte seine Karriere, bevor sie richtig begonnen hatte. Als Jugendlicher hatte er die niedersächsischen Auswahlteams durchlaufen, in seinen ersten beiden Herrenjahren spielte er beim SC Harsum und VfV Borussia Hildesheim.

2009 kehrte er nach Hildesheim zurück. Als Trainer übernahm er zunächst die C-Junioren von Arminia Vechelde, die er an die Spitze der Kreisliga Peine und ins Pokalfinale führte – nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand ging er aber kurz vor Saisonende. Zuletzt war er Co-Trainer bei den Landesliga-C-Junioren von VfV Hildesheim.

„Es war Zeit für den nächste Schritt“, sagt Hartung. Auf dem Weg in den Herrenbereich sei das die Übernahme „einer älteren Jugendmannschaft“. Die VfV-B-Junioren waren da keine Option: „Die spielen in der kommenden Saison in der Kreisliga“, sagt Hartung. Und: „Der VfV hat eine teure Oberligamannschaft. Da bleibt für die Jugend wenig übrig.“

In Springe will er nun „was bewegen“. „Ich will, dass ein Gruppengefühl entsteht, dass Akzeptanz im Verein und für den Verein entsteht“, sagt er. Und der sportliche Erfolg? „Wenn ich kein Team habe, habe ich auch keinen Erfolg“, sagt er. Daran habe es in der vorigen Saison gehapert, sagt Fülberg: Die A-Junioren seien nicht die sprichwörtlichen elf Freunde geworden. Hartung ist optimistisch: „Das habe ich bei meinen letzten Stationen, glaube ich, immer ganz gut hingekriegt.“ Sein Kader umfasst bislang nur knapp 15 Spieler: „Ich hoffe, es kommen noch einige hinzu.“



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt