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André Gehrke im Interview: „Ich halte nichts vom Pokal“

André Gehrke hat schon viele Spiele für den FC Eldagsen entschieden, als Torwart allerdings noch nie – bis Sonntag. Weil Stefan Mühlenbruch im Bezirkspokalspiel beim TSV Barsinghausen die Rote Karte sah, ging Gehrke zwischen die Pfosten – und hielt im Elfmeterschießen zweimal. Im Interview nimmt er Stellung.

Kann auch Torwart: André Gehrke, der Kapitän des FC Eldagsen. Foto: Bertram

Herr Gehrke, gibt es eigentlich was, das sie nicht können auf dem Platz?

Da gibt es einiges. Aber im Tor hab ich als kleiner Steppke in der G- und F-Jugend schon immer gestanden. Und natürlich auf dem Bolzer. Bei den fünf Elfern von Barsinghausen war ich viermal in der richtigen Ecke – am Ende war es aber auch Glückssache.

Also kein Zettel im Stutzen?

Nein, Chris (Marx, FCE-Co-Trainer; die Red.) hat mir keinen geschrieben.

Stefan Mühlenbruch ist jetzt gesperrt, Marcel „Macho“ Bürst noch verletzt – müssen Sie am kommenden Wochenende in der zweiten Runde gegen Wilkenburg wieder ins Tor?

Hundertprozentig ausschließen kann man das nicht. Bei Macho ist noch nicht genau raus, was er hat, aber erst mal können wir mit ihm nicht planen. Mal gucken, ob wir noch was machen, aber der Markt gibt um diese Zeit natürlich nicht mehr viel her. Marc-Bennet Borchardt aus der Zweiten und Steffen Schuster von den Alten Herren helfen zum Glück immer mal aus.

Tolga Nemnezi hat sich in Barsinghausen verletzt – wie schlimm ist es?

Glücklicherweise ist es wohl nur eine Hüftprellung. Ich hatte Schlimmeres befürchtet, denn er konnte nach dem Zusammenprall nicht aufstehen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel war bestimmt für zehn Minuten unterbrochen. Das Weiterkommen war teuer erkauft.

Jetzt geht es in der zweiten Runde gegen einen Kreisligisten. Hätten Sie sich in der letzten Partie vor dem Punktspielstart in der Landesliga einen höherklassigen Gegner gewünscht?

Wir hätten gegen Garbsen getestet, wenn wir ausgeschieden wären. Ich weiß nicht, ob das so einen großen Unterschied macht, ob man gegen einen Bezirksligisten testet oder ein Pflichtspiel gegen einen Kreisligisten bestreitet. Und Wilkenburg hat ja immerhin mit 5:1 gegen einen Bezirksligisten (TSV Kirchdorf; d. Red.) gewonnen, das ist schon eine gute Riege.

In der dritten Runde hätten Sie ein Freilos, stünden mit einem Sieg also im Achtelfinale.

Ja, aber das ist so ein Wettbewerb, für den du dir nichts kaufen kannst, selbst wenn du ihn gewinnst. Ich halte nichts vom Pokal, das sind alles nur Spiele, bei denen du Gefahr läufst, dass sich noch jemand verletzt.

Neuzugang Jose-Ruben Perez hat in Barsinghausen sein Debüt gegeben – wie war Ihr Eindruck?

Es war ein Auftritt mit Licht und Schatten. Er hatte ein paar richtig gute Aktionen, aber es fehlte noch an der Kommunikation bei der Defensivarbeit. Insgesamt war der Eindruck aber positiv. Er ist noch extrem jung und hat ja erst einmal mit uns zusammen trainiert.



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