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HF Springe legen in der Abwehr den Grundstein für den 33:25-Erfolg gegen die HG Köthen

Aggressivität, Spielwitz – und Breakdance

Handball. Wenn Torwart Andreas Stange nach dem Sieg im Kreise seiner Teamkollegen einen Breakdance hinlegt, dann muss es schon ein besonderes Spiel gewesen sein. Das kann man für die Partie gegen Köthen getrost unterstreichen. Viel Spannung hatte der klare 33:25 (16:9)-Erfolg angesichts der zu deutlichen Überlegenheit der Springer zwar nicht zu bieten. Ein körperlich intensiveres Handballspiel bekam das Springer Publikum allerdings selten zu sehen.

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Autor:

Jan-Erik Bertram

So hatte sich HF-Spielertrainer Sven Lakenmacher das vorgestellt. Dass die Köthener in der Abwehr bis zur Grenze der Erlaubten zupacken, wussten die Springer noch aus dem Hinspiel. Damals hatten sie die Härte noch nicht angenommen. Jetzt aber gingen sie ebenso robust zu Werke. So kamen sie früh zu leichten Gegenstoßtoren und führten nach einer Viertelstunde bereits 9:4.

Gäste-Coach Heinz Prokop nahm eine Auszeit, brachte erst jetzt seinen Torjäger Sebastian Retting, der jedoch noch vor dem Seitenwechsel zwei Zwei-Minuten-Strafen kassierte. Um keine Rote Karte zu riskieren, blieb Retting im zweiten Durchgang in der Kabine. Sein Fehlen und das von Spielmacher Christian Lingk, der aus beruflichen Gründen gar nicht mit nach Springe gereist war, konnten die Köthener nicht kompensieren. „Springe war deutlich besser“, so Prokop.

Auch mit ihren beiden Besten hätte es die HG schwer gehabt, denn die Gastgeber waren bis in die Haarspitzen motiviert. „Das war kämpferisch von der ganzen Mannschaft eine großartige Leistung“, so Lakenmacher. Sein Team überzeugte aber auch spielerisch. Die Köthener versuchten es mit kurzer Deckung gegen Lakenmacher und Deutsch oder nur gegen Lakenmacher – immer hatten die Springer die richtige Antwort parat.

In der Defensive um den starken Keeper Stange gelang alles, auch nachdem Abwehrchef Slava Gorpishin seine dritte Zeitstrafe kassierte und deshalb Rot sah (45.). Das gleiche Schicksal ereilte noch Dennis Melching (58) und Köthens Martin Lux (59.).

Mit dem Sieg vor knapp 400 Zuschauern haben sich die Springer auf den zweiten Platz vorgeschoben, nach Pluspunkten liegen sie jetzt schon gleichauf mit dem Zweiten Duderstadt, der gegen Beckdorf verlor. Jetzt müssen die HF zweimal auswärts in Wolfen und Fredenbeck ran. Lakenmacher wünscht sich, „dass wir da auch eine so aggressive Abwehrleistung zeigen. Dann ist mit nicht bange“.

HF Springe: Stange (ab 56. König) – Lakenmacher (8/4), Hinz (5/3), Djuric (5), Deutsch (5), Wood (4), Müller (4), Bätjer (1), Melching (1), Gorpishin, Backhaus (n. e.), Kanngießer (n. e.).

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