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„A-Finale wäre ein Traum“

Springe. Noch nicht ganz vier Jahre ist es her, da feierte Schwimmer Jan Hesse seinen bislang größten Erfolg. Über 100 Meter Delfin wurde der Springer, der seit einigen Jahren in Hannover lebt und dort für W98 startet, damals Deutscher Vizemeister in Berlin. Morgen beginnen dort die diesjährigen Deutschen Meisterschaften – und Hesse reist als Achter der deutschen Jahresbestenliste über 100 Meter Delfin an. Über 50 Meter Delfin steht er sogar an Position vier. Eine Medaille, sagt Hesse, sei nicht drin, „aber wenn ich nochmal ein A-Finale erreiche, wäre das ein Traum“.

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Auch über 50 und 100 Meter Rücken war Hesse in diesem Jahr schon schnell – zu schnell für seinen Geschmack. Denn so muss er in den Vorläufen der Besten starten. Die finden auf den kurzen Strecken am Freitag und den langem am Sonntag jeweils kurz nacheinander am Vormittag statt. „Sonst war ich bei den Rückenstrecken vorher immer langsamer und dadurch in den Vorläufen am Nachmittag“, sagt Hesse, der sich Medaillenchancen allenfalls mit der Lagenstaffel ausrechnet – dafür wäre eine gute Zeit über 100 Meter Rücken wichtig.

Viel trainieren konnte Hesse nicht. Er macht gerade eine Ausbildung zum Stadtsekretär, dafür fährt er täglich nach Braunschweig. Heute schreibt er dort noch eine Klausur, danach geht es los nach Berlin.

Sein Vereinskamerad Hagen Sicher reist erst morgen an. Der 16-jährige Gestorfer ist erstmals für die DM in der offenen Klasse qualifiziert. Über 50 Meter Delfin und 100 Meter Brust gehört er in diesem Jahr bislang zu den Top 100 in Deutschland. Daran, eine Medaille zu gewinnen oder auch nur ein Finale zu erreichen, verschwendet er keinen Gedanken. Sicher will Erfahrungen sammeln, die Atmosphäre genießen – und persönliche Bestzeiten schwimmen. Verbessert er sich etwa über 50 Meter Delfin um drei Zehntelsekunden, klettert er in der Bestenliste gleich um 30 Plätze.

Trainiert hat Sicher genug. In den letzten drei Wochen ist er 175 Kilometer geschwommen. Beim „arena-Meet“, dem Schwimmfest seines Vereins am vorigen Wochenende, startete er nicht, um sich zu schonen. Die Saisonhöhepunkte für ihn kommen erst noch. Eine Woche nach der DM steigt in Braunschweig die Landesmeisterschaft, dann geht es für zwei Wochen ins Trainingslager auf Mallorca. Kurz darauf steigen die Norddeutschen Meisterschaften und die Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften.



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