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Absagenflut beim Wallus-Cup

BENNIGSEN. Der Wallus-Cup war immer eines der am besten besetzten Hallenfußball-Turniere der Region. Das sollte es von den Namen her auch in diesem Jahr sein.

Titelverteidiger HSC Hannover hat nicht nur kurzfristig für den Wallus-Cup abgesagt – der Landesligist hat auch den Wanderpokal des Bennigser Turniers verbaselt. Foto: Kruse
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Unter anderem haben fünf Landes- und vier Bezirksligisten für das Turnier des FC Bennigsen an diesem Wochenende in der Süllberghalle zugesagt – doch in dieser Woche hagelte es Absagen.

Das hängt zum einen mit dem Sportbuzzer-Masters am Sonntag in der Swiss-Life-Hall zusammen. Das fand in den vergangenen Jahren immer eine Woche nach dem Wallus- Cup statt, wurde aber um eine Woche vorverlegt und steigt nun gleichzeitig mit der Bennigser Endrunde am Sonntag. Dadurch gibt es beim FCB keine Qualifikationspunkte mehr. Das allein war schon im Vorfeld ein Grund für einige Teams, abzusagen.

Wallus-Cup-Titelverteidiger HSC Hannover wollte trotzdem kommen – machte Anfang dieser Woche nach erfolgreicher Masters-Qualifikation aber einen Rückzieher. Die Absage „kann man ja noch verschmerzen“, sagt Bennigsens Fußball-Spartenleiter Uwe Dembski. Was ihn mehr ärgert: „Die finden den Wanderpokal nicht wieder.“ Das hätte der Verein bei der Absage mit einer lapidaren Entschuldigung mitgeteilt. Die riesige Trophäe war erst im vorigen Jahr das erste Mal ausgespielt worden, weil schon 2015er-Sieger Germania Grasdorf den Vorgänger-Cup verbaselt hatte. „Ich weiß nicht, was wir jetzt übergeben sollen, vielleicht finde ich ja noch eine alte Milchkanne“, so Dembski.

Nicht nur der HSC sagte ab. Auch der Braunschweiger Landesligist SV Lengede und Bezirksligist SV Lachem-Haverbeck kommen nicht. Begründung: „Bei anderen Turnieren hätten sich Spieler verletzt“, so Dembski. Der findet es „hochgradig unsportlich von den Vereinen, so kurzfristig abzusagen“.

Offen ist auch noch, mit welchen Teams die Bezirksligisten TuS Davenstedt und Koldinger SV am Sonntag in Bennigsen antreten. Beide sind nämlich für das Sportbuzzer-Masters qualifiziert – haben ihre Zusage für den Wallus-Cup bisher aber nicht zurückgezogen.

Die Bennigser sind „ratlos und machtlos“, sagt Dembski. Zwölf Teams sollten am Sonnabend ab 11 Uhr in zwei Sechsergruppen die Vorrunde spielen, jeweils die besten Vier sollten in die Zwischenrunde am Sonntag ab 13 Uhr einziehen. Nach Stand gestern gab es insgesamt nur noch neun Teilnehmer, darunter die Herren und die A-Junioren des Gastgebern – also eine Fünfer- und eine Vierergruppe. „Vielleicht kriegen wir noch ein drittes eigenes Team an den Start“, so Dembski.

„Wir müssen für das kommende Jahr den Modus überdenken“, sagt er. Man habe den Zuschauern hochklassige Teams präsentieren wollen, „aber ich weiß nicht, ob es Sinn macht, so weiterzumachen.“

Das Teilnehmerfeld, Stand Donnerstag: FC Eldagsen, OSV Hannover, Germania Egestorf/Langreder II (alle Landesliga), TuS Davenstedt, TuS Garbsen, Koldinger SV (alle Bezirksliga), TSV Gestorf (Kreisliga), FC Bennigsen (2. Kreisklasse), A-Junioren SG Bennigsen/Bredenbeck (1. Kreisklasse).

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