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50 Kilometer zum Geburtstag

Bad Münder. Wer über die Autobahn von Bad Münder nach Bad Eilsen fährt, braucht für die knapp 37 Kilometer etwa eine halbe Stunde. Für den Hinweg haben Detlef Erasmus vom SC Bad Münder und einige ausgewählte Sportfreunde sogar das Auto genommen – zurück ging es dann im Laufschritt. Freilich nicht auf dem direkten Weg, sondern über die Bückeberge und den Deister. Den 50-Kilometer-Lauf mit 1100 Höhenmetern „gönnte“ Erasmus sich zu seinem 57. Geburtstag.

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Drei Monate zuvor hatte Erasmus bereits einen Marathon auf dem münderschen Panorama-Weg ausgerichtet. Jetzt ging es zum „RP Ultralauf“. Dabei ging es den sechs Männern und zwei Frauen nicht um Zeiten und Platzierungen. „Es war ein so genannter Gruppenlauf mit einer festgelegten Durchschnittsgeschwindigkeit“, erklärt Erasmus. Sieben Minuten hatten sich die Läufer pro Kilometer vorgenommen, ließen es aber zunächst langsam angehen. Denn der Lauf begann gleich mit einem schweren Aufstieg über Treppen und auf schmalen Waldwegen. Kein Problem für die erfahrenen Ultraläufer. „Wir haben aber erst nach sechs Kilometern begonnen, die verlorene Zeit aufzuholen“, so Erasmus, dessen Frau Cordula bei den Kilometern 16,5 in Reinsdorf und 37,8 am Nienstedter Pass mit Verpflegung auf die Läufertruppe wartete. Die war so gut in Form, dass sie bei Kilometer 41,8 spontan noch den Annaturm erklomm und die Aussicht genoss: „Solche schönen Erlebnisse verpasst man natürlich, wenn nur die Zeit das Ziel ist“, so Erasmus. Die letzten Kilometer über Köllnischfeld und Bühringsbuche gingen dann meist bergab, sodass die Truppe halbwegs erholt nach insgesamt 6:18 Stunden an ihrem Ziel, der Ziegenbuche, ankam – und damit auch ihre Zeitvorgabe erreicht. Abzüglich der Pausen, so Erasmus, brauchten sie 6:51 Minuten pro Kilometer. Sein Fazit: „So macht Laufen richtig Spaß.“

Einen ganz ähnlichen Lauf richtet Erasmus’ Lauftreffkollege Helmut Eickermann im Juli aus: den „Sünteltrail“ über 52 Kilometer. Zu den eingeladenen Läufern gehört erstmals auch der Bakeder André Nikolaiczyk, der sich im Winter im Süntel in Topform gebracht hatte, wie er jetzt beim Leipzig-Marathon unter Beweis stellte. Dort steigerte er in 3:13,17 Stunden nicht nur seine persönliche Bestzeit deutlich, sondern belegte in der Gesamtwertung unter fast 4000 Startern auch den guten 106. Platz.



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