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Tabellenführung souverän verteidigt / Eichenberger mit dem frechsten Treffer der bisherigen Saison

37:27 – HF Springe zu schnell für Usedom

Handball. Die HF Springe bleiben verlustpunktfreier Spitzenreiter der 3. Liga Nord. Den Vorjahres-Vierten HSV Insel Usedom fertigten sie vor knapp 400 Zuschauern mit 37:27 (18:11) ab. Für die Gäste, in der vergangenen Saison noch die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga, war es die vierte klare Niederlage beim vierten Auftritt in der Fremde.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Schon nach wenigen Minuten war abzusehen, dass beide Serien Bestand haben würden. Die Gäste wurden in der Anfangsphase förmlich überrollt. Alex Leow gelang zwar der erste Treffer der Partie, doch schon nach sieben Minuten lagen die HF mit 6:1 vorn, dreimal traf allein Rechtsaußen Nils Eichenberger, der am Ende mit zehn Toren erfolgreichste Springer. Keeper Simon Herold hielt von Beginn an überragend, unter anderem einen Siebenmeter von Roman Bernhardt – insgesamt scheiterten die Gäste dreimal vom Punkt. Nach jedem Ballgewinn machten die Hausherren Tempo. Es ging einfach viel zu schnell für die Inselhandballer. In der Abwehr spielte Fabian Hinz den vorgezogenen Part und nahm so Usedoms Halblinken Kevin Wendlandt aus dem Spiel – aus dem Rückraum hatten die Gäste so herzlich wenig zu bieten.

Mitte der ersten Hälfte wurde es etwas ausgeglichener. Der HSV leistete sich vorne weniger Ballverluste und zwang den Springer Angriff ins Positionsspiel. Prompt tat sich der Spitzenreiter deutlich schwerer – eine Chance hatte Usedom dennoch nicht. Höhepunkt der Demütigung: In der 19. Minute traf Eichenberger sogar aus der eigenen Hälfte – das bisher frechste HF-Tor der Saison. „Ich hatte gesehen, dass der Torwart immer zur Bank ging, wenn Usedom im Angriff war“, so Eichenberger, „ich habe mir gedacht: Irgendwann probierst du es mal.“ HSV-Torhüter Florian Berndt ließ sich einige Minuten später auswechseln. Aber Maik Hintze schaffte es ebensowenig, die Springer Torflut einzudämmen.

Auch nach dem Seitenwechsel machte Springe Druck und setzte sich bis zur 40. Minute auf 26:14 ab. Danach ließ die Konzentration bei den Gastgebern im Gefühl des sicheren Sieges nach, zudem brachte HF-Trainer Oleg Kuleshov den „1b-Rückraum“ mit Milan Djuric, Niklas Hermann und Kay Behnke. Die drei wirkten merklich weniger eingespielt als Daniel Deutsch, Jannis Fauteck und Claus Karpstein – im Griff hatten sie Usedom trotzdem. Mit vier Toren in Folge verkürzte der HSV zwischenzeitlich zwar auf 26:18 (45.) – das war aber nicht mehr als ein Strohfeuer.

„Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind und einige Spieler haben eine wirklich gute Leistung abgerufen“, lobte Kuleshov sein Team, „aber wichtig ist, dass wir auf dem Boden bleiben.“ Denn am kommenden Sonnabend (20 Uhr) wartet die nächste schwere Aufgabe beim SV Beckdorf.

HF Springe: Herold, Stange (bei zwei Siebenmetern) – Eichenberger (10), Tzoufras (8), Hinz (8/2), Fauteck (3), Deutsch (3), Karpstein (2), Djuric (2), Behnke (1), N. Hermann, Gorpishin.



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